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Pressemitteilung: 10.189-042/12

433 eingetragene Partnerschaften im Jahr 2011

Wien, 2012-02-28 – Im Jahr 2011 haben insgesamt 433 gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft bei der dafür zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde eintragen lassen. Gegenüber 2010 (705 Paare), dem Jahr, in dem erstmalig in Österreich die gesetzliche Möglichkeit dafür geschaffen wurde, ist das ein Rückgang von 38,6%. Einzig das Bundesland Kärnten verzeichnete 2011 um 17,6% mehr eingetragene Partnerschaften als 2010. Wie die Ergebnisse von Statistik Austria weiter zeigen, überwiegen dabei österreichweit männliche Paare (59,8% aller Partnerschaften) in der Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren (59,1%). Nach dem Familienstand waren sowohl die männlichen (88,4%) also auch die weiblichen (79,9%) Partner mit großer Mehrheit ledig.

Mehr als die Hälfte (52,0%) aller eingetragenen Partnerschaften wurde von in Wien wohnhaften Paaren begründet (absolut 225; Rückgang gegenüber dem Vorjahr -35,5%). Dahinter folgen Niederösterreich mit 11,3% (49; -53,8%), die Steiermark mit 10,6% (46; -37,8%) und Oberösterreich mit 43 (9,9%) eingetragenen Partnerschaften.

Bei 65,4% der eingetragenen Partnerschaften hatten beide Partner bzw. Partnerinnen die österreichische Staatsbürgerschaft, in 27,9% der Fälle nur einer bzw. eine. In den restlichen 6,7% der Fälle hatte keiner bzw. keine der beiden die österreichische Staatsbürgerschaft.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu Begründungen eingetragener Partnerschaften finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Seit 1. Jänner 2010 können in Österreich zwei Personen des gleichen Geschlechts eine eingetragene Partnerschaft begründen. Gesetzliche Grundlage dafür ist das Eingetragene-Partnerschaft-Gesetz – EPG. Die Erhebung und Aufarbeitung der Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften erfolgt nach dem Ereignisort auf Basis der Meldungen der rund 100 Bezirksverwaltungsbehörden, die Veröffentlichung nach dem gemeinsamen Wohnort der eingetragenen Partner bzw. Partnerinnen, bei verschiedenen Wohnorten nach dem Wohnort des ersten eingetragenen Partners bzw. der ersten eingetragenen Partnerin. Vorläufige Ergebnisse informieren über die bis zum Ende der Berichtsperiode von den Bezirksverwaltungsbehörden übermittelten Informationen. Endgültige Ergebnisse ordnen die Begründungen eingetragener Partnerschaften eines Jahres dem jeweiligen Ereignismonat zu und werden im Februar des Folgejahres publiziert.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:  
Anita MIKULASEK, Tel.: +43 (1) 71128-7275 bzw. anita.mikulasek@statistik.gv.at

 

Begründungen eingetragener Partnerschaften im Jahr 2011 nach Bundesländern
WohnbundeslandBegründungen eingetragener Partnerschaften 2011
absolutVeränderung in %1)davon
MännerFrauen
absolutVeränderung in %1)absolutVeränderung in %1)
Burgenland7-41,73-50,04-33,3
Kärnten2017,6129,1833,3
Niederösterreich49-53,825-51,024-56,4
Oberösterreich43-25,921-40,022-4,3
Salzburg17-46,96-73,91122,2
Steiermark46-37,826-50,020-9,1
Tirol23-48,910-50,013-48,0
Vorarlberg3-75,01-75,02-75,0
Wien225-35,5155-37,570-30,7
Österreich433-38,6259-42,4174-31,8

Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber: 
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix Tomaschek 
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