Die Erwerbsstatistik liefert Merkmale zur ökonomischen Aktivität der österreichischen Wohnbevölkerung. Sie ermöglicht beispielsweise die systematische Beobachtung der Entwicklung der Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahlen in Österreich. Zentrales Merkmal ist der Erwerbsstatus, der die Wohnbevölkerung nach wichtigen sozialen Gruppen wie Erwerbstätige, Arbeitslose, Schülerinnen, Schüler, Studierende oder Personen mit Pensionsbezug untergliedert.
Das inhaltliche Konzept der Erwerbsstatistik entspricht den Vorgaben der EU-Verordnungen für Volks- und Wohnungszählungen. Die darin geforderten Merkmale sind: Erwerbsstatus, Stellung im Beruf, Beruf und Wirtschaftszweig der Arbeitsstätte (ÖNACE).
Diese Merkmale werden ergänzt durch das zeitliche Ausmaß der Erwerbstätigkeit (Vollzeit oder Teilzeit), die Art der temporären Abwesenheit, das Merkmal Geringfügigkeit (Erwerbstätigkeit über/unter der Geringfügigkeitsgrenze) sowie die feinere Untergliederung von unselbständig Erwerbstätigen in Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamtinnen und Beamte.
Im Unterschied dazu sind in der Abgestimmten Erwerbsstatistik
2006 die Vorgaben der EU-Verordnung für Volks- und Wohnungszählungen
noch nicht berücksichtigt. Die EU-Verordnung sieht eine veränderte
Einteilung der Nicht-Erwerbspersonen vor: 1. Personen unter 15 Jahren;
2. Personen mit Pensionsbezug; 3. Schülerinnen, Schüler, Studierende;
4. Ausschließlich im Haushalt Tätige und Andere. Durch die separate
Ausweisung von Personen unter 15 Jahren reduzieren sich die Zahlen der
Ausprägungen „Schülerinnen, Schüler, Studierende“ sowie „Ausschließlich
im Haushalt Tätige und Andere“ (in der Abgestimmten Erwerbsstatistik
2006 war diese Gruppe aufgeteilt in „Ausschließlich im Haushalt Tätige“
und „Andere“; in der Kategorie „Andere“ waren z.B. 0
Zur Abbildung dieser Merkmale werden insgesamt rund 30 administrative und statistische Datenquellen miteinander verknüpft. Eine der wichtigsten Datenquellen ist dabei die zentrale Versicherungsdatei des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die den Großteil der Erwerbstätigen sowie der Personen mit Pensionsbezug abdeckt. Weitere Datenquellen sind das Arbeitsmarktservice Österreich, die Schul- und Hochschulstatistik sowie das Unternehmensregister und Land- und Forstwirtschaftliche Betriebsregister der Statistik Austria sowie eine Reihe ergänzender Quellen.