COVID-19 Prävalenzstudie

Was ist die COVID-19 Prävalenzstudie?

Diese landesweite Stichprobenerhebung gibt Aufschluss über die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der österreichischen Wohnbevölkerung. Anhand von PCR-Diagnostik, Antikörper-Schnelltests und serologischen Testverfahren kann der Antikörperstatus der österreichischen Wohnbevölkerung sowie die Dunkelziffer, also die Zahl der unentdeckt gebliebenen aktuellen Infektionen, eingeschätzt werden.

Wann findet die Erhebung statt?

Die Erhebung wird zwischen 14. Oktober und 14. November 2020 durchgeführt und besteht aus einem Fragebogenteil sowie einem mehrteiligen SARS-CoV-2-Test (Nasen-Rachen-Abstrich, Antikörper-Schnelltest sowie Blutentnahme zur Antikörpertestung).

Wer führt die COVID-19 Prävalenzstudie durch?

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) führt Statistik Austria die Studie in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) sowie der Medizinischen Universität Wien durch.

Welche rechtliche Basis hat die Studie?

Die Durchführung der COVID-19 Prävalenzstudie erfolgt im Auftrag des BMBWF auf Basis folgender Rechtsgrundlagen:

Wie wird man für die Studie ausgewählt?

In einem wissenschaftlichen Zufallsverfahren wurde eine Stichprobe von rund 7.800 Personen ab 16 Jahren aus dem Zentralen Melderegister (ZMR) gezogen.

Ist die Studienteilnahme gesetzlich verpflichtend?

Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, an der COVID-19 Prävalenzstudie teilzunehmen. Die Teilnahme ist freiwillig. Um ein repräsentatives Bild über die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der österreichischen Wohnbevölkerung zu erhalten, ist Statistik Austria jedoch darauf angewiesen, dass möglichst viele der ausgewählten Personen teilnehmen. Dabei wird um Teilnahme unabhängig von vorangegangenen Testungen und deren Ergebnissen gebeten.

Es ist nicht möglich, sich aktiv für die Teilnahme an der Studie zu melden. Ausschließlich Personen, die für die repräsentative Zufallsstichprobe ausgewählt wurden, können befragt und getestet werden. Ebenso gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Testung, da diese nur nach Maßgabe der Kapazitäten des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) und der Medizinischen Universität Wien erfolgen.

Wie läuft die Studie ab?

In einem ersten Schritt erhalten die Personen in der Stichprobe ein Ankündigungsschreiben vom Wissenschaftsministerium (BMBWF) und Statistik Austria mit der Aufforderung einen Online-Fragebogen auszufüllen. Wer über keinen Internetzugang verfügt, ruft für eine telefonische Befragung an oder erklärt die Bereitschaft zur Teilnahme mittels SMS und wird zeitnah kontaktiert. Die Zustimmung zur Mitwirkung erteilen die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zu Beginn des Fragebogens und zusätzlich auch schriftlich vor Durchführung der Testung durch das Österreichische Rote Kreuz. Sie werden im Rahmen der Befragung informiert, wann und wo ihr Coronavirus- und Antikörper-Test durchgeführt wird.

Die Tests werden ausschließlich in Drive-in-Stationen durchgeführt. Dort wird ein mehrteiliger SARS-CoV-2-Test durchgeführt. Er besteht aus einem Nasen-Rachen-Abstrich (damit wird mittels PCR-Analyse überprüft, ob eine aktuelle Infektion besteht), einem Antikörper-Schnelltest sowie einer Blutentnahme (zur Antikörpertestung im Labor). Nachdem alle Tests von der Medizinischen Universität Wien ausgewertet sind, werden die getesteten Personen über ihre Ergebnisse informiert (etwa 14 Tage nach Probeentnahme).

Welche Fragen werden bei der Erhebung gestellt?

Der für die Erhebung erstellte Fragebogen beinhaltet die folgenden Themenblöcke:

  1. Name und Adresse sowie Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der Stichprobenperson, Zustimmung zur Teilnahme, zur Übermittlung der Kontaktdaten und des Geburtsdatums an das ÖRK und die Medizinische Universität Wien sowie zur Probenentnahme und Analyse. Im Rahmen dieses Themenblocks erfolgen auch Hinweise für den Fall einer positiven COVID-19-Befundung und über das bestehende Widerrufsrecht.
  2. Geschlecht, Alter (Geburtsdatum), Staatsangehörigkeit und Geburtsland, höchster erreichter Bildungsgrad (Bildungsstand), Erwerbsstatus nach eigenen Angaben, Abwesenheit vom Arbeitsplatz, Beruf, Anzahl und Alter (Geburtsdatum) der im Haushalt lebenden Personen.
  3. Allgemeiner Gesundheitszustand, gesundheitliche Risikofaktoren, chronische Krankheiten, potenzielle COVID-19-Symptome sowie COVID-19-Diagnose.
  4. Subjektive Risikowahrnehmung, subjektive Bewertung der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus.

Wie werden Ihre Daten geschützt?

Statistik Austria nimmt den Schutz Ihrer Daten sehr ernst. Vertrauliche Behandlung, Geheimhaltung und strengster Schutz aller Antworten und Aufzeichnungen sind für uns nicht nur gesetzlicher Auftrag (Bundesstatistikgesetz 2000, Datenschutz-Grundverordnung), sondern die wichtigste Verpflichtung unseren Respondentinnen und Respondenten gegenüber.

Statistik Austria verarbeitet sämtliche Ergebnisse ausschließlich getrennt von Name und Adresse. Nach Abschluss der Statistik werden alle personenbezogenen Daten nicht rückführbar pseudonymisiert, nach einem Jahr werden alle verbliebenen Informationen über die Teilnehmenden endgültig gelöscht.

Ausführliche Datenschutzinformationen zur COVID-19 Prävalenzstudie finden Sie in unserem Datenschutzblatt (PDF, ca. 40 KB).

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Respondentinnen und Respondenten werden über die Ergebnisse ihrer SARS-CoV2-Infektions- und Antikörpertests informiert.

Die anonymisierten und zu Statistiken zusammengefassten Ergebnisse der COVID-19 Prävalenzstudie werden dem BMBWF sowie der (Medien-) Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und sind auf https://aussda.at/ öffentlich zugänglich. Die anonymisierten statistischen Ergebnisse dienen zudem der wissenschaftlichen Forschung über das Coronavirus und der damit verbundenen Lebenssituation in der österreichischen Wohnbevölkerung.

Kontakt

Bei Rückfragen zur Erhebung können sich teilnehmende Personen an das Statistik-Austria-Team wenden:

(Bitte Benutzername oder FID bereithalten!)  
Tel.:  01-71128-8338 (von 9:00 bis 15:00) 
E-Mail:  covid19@statistik.gv.at