Auskunftspflicht

Die grundsätzliche Auskunftspflicht bezieht sich auf alle Unternehmen (Ein- und Mehrbetriebsunternehmen), unternehmerischen Teilorganisationen (Betriebe und Arbeitsstätten), Arbeitsgemeinschaften sowie Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften öffentlichen Rechts, die den Abschnitten B bis N und der Abteilung 95 der ÖNACE 2008 zuzuordnenden Tätigkeiten ausüben oder eine mit diesen Tätigkeiten verbundene Dienstleistung erbringen und diese Wirtschaftstätigkeit selbständig, regelmäßig und in der Absicht zur Erzielung eines Ertrages oder sonstigen wirtschaftlichen Vorteils ausüben.

Das Erhebungskonzept sieht Primärerhebungen bei Unternehmen vor, welche gesetzlich vordefinierte Schwellenwerte überschreiten. Für das Berichtsjahr 2019 kommen folgende Schwellenwerte zur Anwendung:

Produzierender Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008)

Im Produzierenden Bereich orientiert sich der Schwellenwert grundsätzlich an den Beschäftigten, wobei Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten meldepflichtig sind. Darüber hinaus müssen die in die Erhebung einbezogenen Unternehmen mindestens 90% des Gesamtumsatzes in einem der Wirtschaftszweige gemäß den Abteilungen 05 bis 42 der ÖNACE 2008 bzw. 60% des Gesamtumsatzes in der Abteilung 43 der ÖNACE 2008 abdecken (Deckungsgrad). Wird dieses Kriterium mit der Beschäftigtenschwelle nicht erreicht, kommen alternative Umsatzschwellen zur Anwendung.

Dienstleistungsbereich (Abschnitte G bis N und Abteilung S95 der ÖNACE 2008)

Im Dienstleistungsbereich orientiert sich der Schwellenwert sowohl an den Umsatzerlösen, die branchenspezifisch unterschiedlich sind. Zusätzlich kommen alternative Beschäftigtenschwellen von 10 oder 20 Beschäftigten, gemessen als Jahresdurchschnitt des jeweiligen Berichtsjahres zur Anwendung.

Die detaillierten Schwellenwerte können dem Dokument „LSE 2019 Schwellenwerte“ (PDF, 16KB) entnommen werden.