Pressemitteilung:
Wien, 2010
Unter Berücksichtigung des Außenhandels mit Lebensmitteln
standen den Österreicherinnen und Österreichern für die Ernährung
rund
Nachstehende Tabelle zeigt den Pro-Kopf-Verbrauch
ausgewählter Nahrungsmittel. Die Produkte der heimischen Landwirtschaft
erfreuten sich auch im Ausland großer Beliebtheit. So wurden
Der Grad der Selbstversorgung von Trinkmilch (einschl. Joghurt) lag bei 153%, von Rind- und Kalbfleisch bei 142%, von Schweinefleisch bei 106% und von Käse (einschl. Schmelzkäse) bei 105%. Bei Eiern (74%), bei Butter, bei Lamm- und bei Geflügelfleisch (jeweils 72%) konnte die Bedarfsdeckung aus heimischer Produktion nicht zur Gänze erfolgen. Hier wurden zur Gewährleistung der Inlandsversorgung die fehlenden Mengen, zum überwiegenden Teil aus Mitgliedstaaten der EU, importiert.
Verglichen mit dem Kalenderjahr 2008 verringerte sich das Agraraußenhandelsvolumen von 16,5 Mrd. Euro auf 15,3 Mrd. Euro, wobei der Importwert von 8,5 Mrd. Euro auf 8,1 Mrd. Euro und der Exportwert von 8,0 Mrd. Euro auf 7,2 Mrd. Euro abnahm. Dies entsprach einem Anteil von 8,0% am gesamten Außenhandelsvolumen (191,3 Mrd. Euro). Haupthandelspartner für den Agrar- und Lebensmittelsektor waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 84% bei den Importen und 79% bei den Exporten.
Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu den Versorgungsbilanzen finden Sie auf unserer Webseite.
Methodische Informationen, Definitionen: Die Versorgungsbilanzen stellen eine Zusammenschau quantitativer und qualitativer Informationen über die Landwirtschaft und den Nahrungsmittelsektor dar. Um die Gesamtheit eines Produktes zu erfassen, berücksichtigt die Versorgungsbilanz eines landwirtschaftlichen Grunderzeugnisses (z.B. Schweinefleisch) auch die wichtigsten Verarbeitungsprodukte (Wurst und Fleischwaren), vorausgesetzt, dass diese nicht Gegenstand eigener Bilanzen sind. Nur so ist es möglich, eine Gesamtübersicht über den Außenhandel und die Versorgung eines Produktes zu bekommen. Die Versorgungsbilanzen werden unter Berücksichtigung der nationalen Gegebenheiten (Produktions- und Vermarktungsstrukturen der Landwirtschaft und des Nahrungsmittelsektors, differenzierte Datenlage und -verfügbarkeit, Ermittlung und Anwendung technischer Koeffizienten in Detailbilanzen, außenhandelstechnische Vorgaben, etc.) für die wichtigsten Nahrungs- und Futtermittel berechnet. Sie werden in produktspezifischen Detailbilanzen als Aufkommens- und Verwendungsrechnung publiziert. |
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