Statistische Nachrichten
- Kurzzusammenfassungen Jänner 2012
Nach Redaktionsschluss
Kommentierte Kurzdarstellung
aktueller Bevölkerungs-, Sozial- und Wirtschaftsdaten für Österreich
mit teilweise internationalem Vergleich.
Statistik kurz gefasst
Fünf übersichtliche Tabellenseiten bieten ein umfassendes
Spektrum aktueller Daten in Zeitreihenform sowie teilweise auch internationalen
Vergleichen.
Bevölkerung
Binnenwanderung in Österreich 2010
Die aktuellen Ergebnisse der Wanderungsstatistik zeigen,
dass Wanderungsströme einen wesentlichen Einfluss auf die regionale
Bevölkerungsverteilung in Österreich ausüben. Dabei wirken Außen-
und Binnenwanderungen zusammen, wobei Letztere quantitativ weitaus bedeutsamer
sind. Die Zahl der Wanderungen innerhalb Österreichs lag 2010 bei 677.206
Fällen und damit neuerlich etwas unter dem Wert des Vorjahres (680.237).
Der größte Teil der Binnenwanderungen verlief über kurze Distanzen,
zumeist innerhalb von Gemeinden (54% bzw. 368.345 Fälle) oder zwischen
den Gemeinden desselben Politischen Bezirks (16% bzw. 106.636 Fälle).
Die durchschnittliche Wanderungsdistanz lag im Jahr 2010 bei 23,3 km.
Dennoch konzentrieren sich die Wanderungsgewinne besonders in den strukturstarken
Verdichtungsräumen Österreichs, wogegen in peripheren Regionen allgemein
Wanderungsverluste überwiegen. Durch die Größe Wiens als Millionenstadt
und die funktionalen Verflechtungen mit den angrenzenden Regionen sind
die Wanderungsgewinne im Osten Österreichs flächendeckender ausgeprägt
als im übrigen Bundesgebiet. Die stärksten Wanderungsströme bestehen
zwischen den größeren Städten und ihren Umland-Bezirken, wohin die
meisten Städte durch Suburbanisierung Einwohner verlieren. Die Binnenwanderung
betrifft vor allem junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren sowie
in der überwiegenden Mehrzahl inländische Staatsangehörige, wenngleich
die Wanderungshäufigkeit bei Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft
größer ist.
Preise
Verbraucherpreisindex 2010 im November 2011
Nach einem kurzzeitigen Rückgang erreichte die Inflationsrate
im November 2011 mit 3,6% wieder das Niveau des zweiten Vormonats (Oktober:
3,4%, September: 3,6%). Den Ausschlag gaben dabei die Preissteigerungen
bei Nahrungsmitteln und Mineralölprodukten, insbesondere Heizöl. Ohne
den Hauptpreistreiber Mineralölprodukte (+19%) wäre das Preisniveau
„nur“ um 2,7% gestiegen. Weitere Preistreiber waren neben den
Nahrungsmitteln auch die Ausgaben für das Wohnen. Die auf europäischer
Ebene harmonisierte Inflationsrate des HVPI war mit 3,8% genauso hoch
wie im Vormonat Oktober.
Land- und Forstwirtschaft
Aquakulturproduktion 2010
Im Jahr 2010 wurden 3.101 t Fische in Aquakulturen
produziert und somit um 1,7% mehr als im Jahr davor. Davon wurden 69,9%
als Speisefische und die restlichen 30,1% zu Besatzzwecken abgegeben.
In den 438 im Jahr 2010 aktiven Betrieben wurden hierbei vorrangig Regenbogenforellen
(49,7% der Gesamtmenge) produziert, gefolgt von Karpfen (21,1%) und
Bachsaiblingen (9,5%).
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
Alten- und Pflegeheime in den Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen <Begutachteter Beitrag>
In diesem Artikel werden die methodische Herangehensweise
zur Erstellung von Güter- und Produktionskonten für den Bereich der
Alten- und Pflegeheime sowie die dabei ermittelten Hauptergebnisse für
das Berichtsjahr 2009 präsentiert. Ausgangspunkt für die detaillierten
Analysearbeiten waren Probleme beim Kontenausgleich im Rahmen der Abstimmungsarbeiten
der Input-Output-Statistik, die infolge fehlender Erhebungsdaten und
der Verfügbarkeit von lediglich auf zusammengefasster Ebene vorhandenen
Informationen aufgetreten waren. Diesem Umstand wurde durch die Erstellung
eines völlig neuen Berechnungsverfahrens entgegenwirkt, das von einzelbetrieblichen
sekundärstatistischen Datenquellen ausgeht, aus denen sämtliche Bestandteile
für die Aufstellung mikroökonomischer Produktionskonten entnommen
werden können. Im Berichtsjahr 2009 wurde bei der Produktion von Alten-
und Pflegeheimleistungen durch Produzenten des Wirtschaftsbereichs Heime
und Sozialwesen ein Produktionswert von 2.617,13 Mio. € erzielt. Dabei
wurden Vorleistungen von 1.008,70 Mio. € eingesetzt, womit eine Bruttowertschöpfung
in der Höhe von 1.608,43 Mio. € generiert wurde.
Steuern und Gebarungen
Körperschaftsteuerstatistik 2007
Ab dem Jahr 2005 gab es zwei wesentliche rechtliche
Änderungen im Körperschaftsteuergesetz: Zum einen erfolgte eine Senkung
des Steuersatzes von 34% auf 25%, zum anderen wurde die Möglichkeit
einer gemeinschaftlichen Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt.
Im Veranlagungsjahr 2007 wurden 113.173 Veranlagungen durchgeführt,
um 4,4% mehr als im Vorjahr. In 98,2% aller Fälle handelte es sich
dabei um einzelne Körperschaften, in nur 1,8% der Fälle, oder 2.072-mal,
erfolgte die Veranlagung für eine Unternehmensgruppe. Das Verhältnis
zwischen Steuer- und Nullfällen verschob sich im Vergleich zum Vorjahr
nicht, der Anteil der Steuerfälle lag wieder bei 60,6% (Nullfälle
dementsprechend bei 39,4%). Das Körperschaftsteueraufkommen betrug
6.312 Mio. € und damit um 579 Mio. € mehr als im Vorjahr.
Außenhandel
Außenhandel Jänner bis September 2011; vorläufige
Ergebnisse
Der österreichische Außenhandel wies nach vorläufigen
Ergebnissen für die Berichtsperiode Jänner bis September 2011 sowohl
bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren Zuwächse im Handelsvolumen
auf. Die Einfuhren stiegen um 17,3% auf 97,08 Mrd. € und die
Ausfuhren um 14,2% auf 91,10 Mrd. €. Diese Entwicklung stützte sich
sowohl auf den Handel mit den Partnerländern der EU (Eingänge: +16,1%
auf 69,67 Mrd. €; Versendungen: +13,4% auf 63,73 Mrd. €) als auch
auf den Warenverkehr mit Drittstaaten (Importe: +20,3% auf 27,41 Mrd.
€; Exporte: +16,4% auf 27,37 Mrd. €). Die Außenhandelsbilanz ergab
ein Passivum von 5,98 Mrd. €; der Vergleichswert für Jänner bis
September 2010 lag bei 3,05 Mrd. €. Der wertmäßige Deckungsgrad
der Einfuhren durch die Ausfuhren sank um 2,5 Prozentpunkte auf 93,8%.
Beilage
CD-ROM Statistische Nachrichten 2009-2011
Statistische Übersichten Jänner 2012
Kurzzusammenfassung der in den letzten zwölf Monaten in den Statistischen Nachrichten erschienenen Beiträge
Statistische Nachrichten Mai 2012
Statistische Nachrichten April 2012
Statistische Nachrichten März 2012
Statistische Nachrichten Februar 2012
Statistische Nachrichten Jänner 2012
Statistische Nachrichten Dezember 2011
Statistische Nachrichten November 2011
Statistische Nachrichten Oktober 2011
Statistische Nachrichten September 2011
Statistische Nachrichten August 2011
Statistische Nachrichten Juli 2011
Statistische Nachrichten Juni 2011