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Das Kapitel Außenhandel liefert Ihnen Hauptergebnisse des grenzüberschreitenden Warenverkehrs (Importe und Exporte von Gütern) von Österreich mit dem Ausland (EU-Staaten und Drittstaaten) ab dem Jahr 1995 bis zu den derzeit eingelagerten endgültigen Jahresdaten 2010. Sie können sowohl die Summe der jährlichen Einfuhren als auch der Ausfuhren mit den wichtigsten Partnerländern bzw. –zonen als auch die wichtigsten Warengruppen (gegliedert nach dem SITC Rev. 4) abrufen. In der rechten Infobox finden Sie unter „Besondere Hinweise zu den Daten“ weiterführende Erläuterungen sowie Informationen über die Aktualität des verfügbaren Datenmaterials.
Der österreichische Außenhandel ist ein überaus wichtiger Faktor der heimischen Wirtschaft und Motor der Konjunktur. Als kleine offene Marktwirtschaft entwickelte Österreich einen weit verzweigten und hoch differenzierten Außenhandel. So ist etwa die Exportquote (Waren- und Dienstleistungsexporte gemessen am BIP) von 34,9% (1995) auf rund 55,1% (2010) rasant angestiegen und liegt beträchtlich über dem EU-Durchschnitt (EU27) von knapp 40,6%. Die Importquote hat im gleichen Zeitraum von 35,8% auf 50,4% (EU 27: 39,7%) ebenfalls stark zugenommen.
Im Jahr 2010 wurden nach endgültigen Ergebnissen Waren im Wert von 113,7 Mrd. Euro eingeführt bzw. Waren im Wert von 109,4 Mrd. Euro in andere Länder ausgeführt. Damit ergab sich eine negative Außenhandelsbilanz von 4,3 Mrd. Euro, wogegen in der Vorjahresperiode ein Minus von 3,8 Mrd. Euro verzeichnet wurde. Österreichs Außenwirtschaft zeigte bei den Einfuhren ein Plus von 16,5% und bei den Ausfuhren einen Anstieg um 16,7%.
In der Ausfuhr wiesen die zwei volumenmäßig wichtigsten Warengruppen nach dem SITC Rev. 4 im Berichtsjahr 2010 die höchsten Zuwächse in Absolutwerten aus. Von der Warengruppe Maschinen und Fahrzeuge wurden um 17,2% (auf 41,4 Mrd. Euro) und von „Bearbeiteten Waren“ um 19,3% (auf 25,2 Mrd. Euro) mehr ausgeführt. Rohstoffe legten um 24,6% (auf 3,7 Mrd. Euro) zu stiegen somit stärker als im globalen Durchschnitt. Auch bei den Einfuhren verzeichneten die volumenmäßig wichtigsten Warengruppen eine deutliche Zunahme. Von der Warengruppe Maschinen und Fahrzeuge wurde um 14,6% (auf 37,0 Mrd. Euro), von Bearbeiteten Waren um 21,3% (auf 18,1 Mrd. Euro) mehr eingeführt.
Die EU
ist für Österreich ein wichtiger Exportmarkt. 2010 wurden 70,5% aller
österreichischen Ausfuhren
Zu den wichtigsten Warengruppen im Handel mit der EU zählten in beiden Verkehrsrichtungen Maschinen und Fahrzeuge sowie Bearbeitete Waren. Zurückzuführen war diese Entwicklung versendungsseitig auf deutliche Zuwächse bei Straßenfahrzeugen sowie bei Eisen und Stahl. Eingangsseitig zählten neben Straßenfahrzeugen zudem Metallwaren (Metallwaren, a.n.g.) innerhalb der beiden Warengruppen zu jenen mit den jeweils höchsten absoluten Zuwächsen.
Der Handel mit den Mittel- und Osteuropäischen Ländern (MOEL) nahm 2010 ausfuhrseitig
um 13,0% auf 19,5 Mrd. Euro und einfuhrseitig um 28,1% auf 15,6 Mrd.
Euro zu. Am deutlichsten waren die Steigerungen bei den volumenmäßig
stärksten Handelspartnern unter den MOEL-Ländern, der Tschechischen
Republik (Ausfuhr:
Wichtigster Überseemarkt
ist erstmals China und verdrängt mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten
die USA. 2010 wurden Waren im Wert von 2,8 Mrd. Euro nach China exportiert
Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.