Branchendaten nach Wirtschaftszweigen

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Im Jahr 2017 waren 338.948 Unternehmen in den Produktions- und Dienstleistungsbereichen (hierunter fallen die Bereiche Industrie, Bauwesen, Handel und Dienstleistungen nach der ÖNACE 2008) tätig und erzielten mit rund 3,0 Mio. Beschäftigten (selbständig und unselbständig) Umsatzerlöse in der Höhe von 759,4 Mrd. Euro bzw. eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 209,3 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen betrug rund 38,8 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die rund 2,6 Mio. unselbständig Beschäftigten belief sich auf 126,1 Mrd. Euro, daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 47.636 Euro. Dieser Wert wurde von den ÖNACE 2008 Abschnitten D-Energieversorgung (87.365 Euro) und K-Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (74.565 Euro) deutlich übertroffen, während er mit 25.152 Euro im ÖNACE 2008 Abschnitt I - Beherbergung und Gastronomie unter dem Durchschnittswert lag (zu beachten ist dabei, dass diese Kennzahl auf Basis von Beschäftigungsverhältnissen und nicht in Vollzeitäquivalenten gemessen wurde).

Vergleicht man die Ergebnisse des Produzierenden Bereichs (ÖNACE 2008 B bis F) mit den Ergebnissen des Dienstleistungsbereichs (ÖNACE 2008 Abschnitte G bis N und Abteilung S95), so fällt auf, dass mehr als vier Fünftel (80,3%) der Unternehmen im Dienstleistungsbereich (inkl. Handel) tätig sind. Dieser stetig wichtiger werdende Bereich entwickelte sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und bietet immer mehr Personen einen Arbeitsplatz. 2017 waren im Dienstleistungsbereich (inkl. Handel) ca. 2,0 Mio. Personen beschäftigt (1995 waren es rd. 1,2 Mio.), davon 668.351 alleine im Handel. Nur rund 64.700 Unternehmen sind in Österreich in der Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) und im Bauwesen (ÖNACE 2008 F) zu finden. Allerdings beschäftigten diese sehr traditionellen Säulen der heimischen Wirtschaft zusammen 996.307 Personen und erwirtschafteten 2017 einen Umsatz von rund 288 Mrd. Euro. Allein im Bau waren 2017 rund 301.000 Personen beschäftigt. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 2017 39,6% auf den Produzierenden Bereich und 60,4% auf den Dienstleistungsbereich. Bei den Bruttoinvestitionen hatten die Unternehmen des Dienstleistungsbereichs mit einem Anteil von mehr als 2/3 des Gesamtvolumens (70,0%)ein deutliches Übergewicht.

Das Wirtschaftswachstum entwickelte sich seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union insgesamt beständig, jedoch mit Schwankungen in einzelnen Branchen im Zeitverlauf. Die österreichische Wirtschaftsleistung stieg im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% und fiel damit unter das Niveau des Vorjahres (2018: 2,6%). Die größten Steigerungen in den Industrieabschnitten (ÖNACE 2008 B bis E) zeigten sich 2019 in der „Energieversorgung“ (+5,4%) gefolgt von „Herstellung von Waren“ (+2,5%). Im Handel ergab sich im Jahr 2019 ein Plus von 0,6%. Im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008 H bis N, S95) zeigten die Abschnitte „Information und Kommunikation“ mit 3,7% und „Finanz und Versicherungswesen“ mit 3,0% die höchsten Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr.

Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftsbereiche nach ÖNACE-Abschnitten, so zeigt sich, dass 2017 auf die „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) mit 26,9% der höchste Wertschöpfungsanteil (Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten) aller Produktions- und Dienstleistungsbetriebe entfiel. In diesem Bereich wirtschafteten 2017 25.477 Unternehmen. Mit einem Anteil von 23,4% waren hier auch die meisten unselbständig Beschäftigten tätig, dies waren in absoluten Zahlen ausgedrückt 618.736 Personen. Die Zahl der Beschäftigten insgesamt (Selbständige und Unselbständige) betrug 2017 im Bereich „Herstellung von Waren“ 638.612. Gemessen an der Anzahl der Unternehmen hatte der Bereich „Handel“ (ÖNACE 2008 G) den größten Anteil (nämlich 79.365 mit 668.351 Beschäftigten insgesamt), die 33,6% der Umsatzerlöse aller Produktions- und Dienstleistungsbetriebe erzielten. Im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ waren 2017 48.174 Unternehmen tätig, die 310.828 Personen beschäftigten.

Im Branchenvergleich ergibt sich bei der Analyse des Umsatzes pro Beschäftigtem folgendes Bild: Während im Österreichschnitt im Jahr 2017 ein durchschnittlicher Umsatz pro Beschäftigtem von 255.995 Euro erzielt werden konnte, betrug dieser in der „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D) 1.398.235 Euro, im Bereich “Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K) 444.806, im „Handel“ (ÖNACE 2008 G) 381.657 und im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) 299.405 Euro. Hingegen konnten 2017 im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ nur 64.868 Euro Umsatz pro Beschäftigtem erwirtschaftet werden.

Die Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) lag 2014 hinsichtlich der Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem mit rund 93.800 Euro deutlich über jener des Bauwesens mit nur ca. 58.400 Euro. Die insgesamt umsatzstärksten Branchen in der Industrie waren die „Energieversorgung“ (40,3 Mrd. Euro) und der „Maschinenbau“ (23,1 Mrd. Euro), gefolgt von der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ (17,8 Mrd. Euro). Die Bereiche Handel (ÖNACE 2008 G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 H bis N, S95) erwirtschafteten im Jahr 2017 mit rund 55.500 Euro im Handel und rund 68.700 Euro bei den Dienstleistungen eine niedrigere Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem als die Industrie (rund 93.800 Euro). Im Dienstleistungsbereich verzeichneten die Unternehmen der Branche „Versicherungen und Pensionskassen“ mit 402,9 Mio. Euro den höchsten durchschnittlichen Umsatz pro Unternehmen und mit 567 Beschäftigten pro Unternehmen die höchste Beschäftigtendichte. Gemessen an den Umsatzerlösen ist die Branche „Finanzdienstleistungen“ mit 28,9 Mrd. Euro, gefolgt von der Branche „Versicherungen und Pensionskassen“ mit rund 19,3 Mrd. Euro, die umsatzstärkste Branche des Dienstleistungsbereichs.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B - N; S95) - ausgewählte Strukturmerkmale
Ausgewählte Wirtschaftsdaten beschäftigungsintensiver Wirtschaftszweige (ÖNACE 2008)
Ranking der ÖNACE 2008-Abteilungen nach ausgewählten Kennzahlen

Prozentuelle Verteilung der Unternehmen, Beschäftigten, Umsatzerlöse und Bruttoinvestitionen 2018 im Bereich Dienstleistungen nach Abschnitten der ÖNACE 2008
Wirtschaftswachstum gesamt und in ausgewählten Wirtschaftszweigen(ÖNACE 2008: Abschnitte B-G) 1996 bis 2019 real
Gegenüberstellung der Umsatzerlöse zu den Waren- und Dienstleistungskäufen in umsatzstarken Branchen (ÖNACE 2008) 2017


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