Österreich innerhalb der EU

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Unter den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zählte Österreich im Jahr 2019 mit einer Fläche von 83.879 km² und einer Bevölkerung von 8.858.775 zu den kleineren Ländern der EU-28, welche 2019 auf einer Fläche von 4,5 Mio. km² eine Heimat für etwas mehr als 513 Mio. Europäer bot. Die Bevölkerungsdichte beträgt in Österreich 106 Personen pro km² und befindet sich damit unter dem Durchschnitt der EU-28 von 115. Das österreichische Bevölkerungswachstum von 1995 bis 2019 liegt mit 11,5% über dem Durchschnitt der EU-28 (6,6%) und deutlich über jenem von Deutschland (1,8%). Spitzenreiter hinsichtlich Bevölkerungszuwächse sind Luxemburg (51,3%), Zypern (35,7%), sowie Irland (36,3%). Ein deutlicher Bevölkerungsrückgang ist in den Mitgliedsstaaten Lettland, Litauen, Bulgarien und Rumänien (Abnahmen zwischen 14% und 23%) zu verzeichnen.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Österreich erzielte 2019 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner von 44.78 Euro den sechsten Rang der Mitgliedsstaaten mit dem höchsten BIP pro Einwohner. An erster Stelle lag Luxemburg mit einem BIP pro Einwohner von 102.200 Euro, gefolgt von Irland mit 72.260 und Dänemark mit 53.760 Euro, das Schlusslicht bildete Bulgarien mit 8.680 Euro pro Einwohner. Im Durchschnitt der EU-28 betrug das BIP pro Einwohner 32.000 Euro. Mit einem Plus von 5,6 Prozent konnte Irland das höchste positive Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts innerhalb der Europäischen Union im Jahr 2019 verzeichnen, gefolgt von Estland (+5,0%), Malta (+4,9%) und Ungarn (+4,6%). Österreich erzielte ein Wachstum von +1,4% und lag damit unter dem Durchschnitt der EU-28 von +1,5%.

In der „Strategie Europa 2020“ der EU-Kommission wird als eines der Kernziele angestrebt, dass im Jahr 2020 3% des BIP der EU für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet werden soll. Die österreichische Forschungsquote liegt 2018 - dem letzten Jahr, für welches internationale Vergleichszahlen für die nationalen Forschungsquoten verfügbar sind - mit 3,1% hinter Schweden (3,3%) an zweiter Stelle. Danach folgen Deutschland (3,1%), Dänemark (3,0%) und Belgien (2,8%). Die durchschnittliche Forschungsquote der EU28 betrug 2018 2,1%.

Die Inflationsrate des HVPI der Eurozone betrug im Jahr 2019 1,2% und fällt damit gegenüber dem Vorjahr (2018: 1,8%). In Österreich lag die Inflationsrate mit 1,5% (2018: 2,1%) höher als in der Euro- als auch der EU-28-Zone mit 1,2% bzw. 1,5%. Hinsichtlich des öffentlichen Schuldenstandes bewegt sich Österreich im Jahr 2019, trotz neuerlicher Überschreitung der 70%-Marke im europäischen Mittelfeld: der öffentliche Schuldenstand betrug 70,4% des BIP (2018: 74,0%) und lag damit unter dem Durchschnitt der EU-28 von 79,3%; Griechenland und Italien weisen die höchsten Schuldenstände in der EU auf (176,6% bzw. 134,8%). Mit einem öffentlichen Überschuss von 0,7% des BIP im Jahr 2019 lag Österreich knapp über dem Defizit der Eurozone (-0,6%) und knapp über dem EU28-Durchschnitt von -0,8%. Hinsichtlich der wichtigsten Arbeitsmarktdaten schneidet Österreich gut ab. Mit einer Erwerbstätigenquote von 73,6% überschritt Österreich im Jahr 2019 deutlich den Durchschnitt der EU-28 mit 69,2%, die Arbeitslosenquote 2019 von 4,5% lag ebenfalls markant unter dem Durchschnitt der EU-28 von 6,3%. Die höchste Erwerbstätigenquote wurde 2019 in den Niederlanden mit 78,2%verzeichnet. Unter sehr hohen Arbeitslosenquoten litten 2019 Griechenland (17,3%), Spanien (14,1%) sowie Italien (10,0%), während ebenfalls Griechenland (56,5%) gefolgt von Italien (59,0%) die niedrigsten Erwerbstätigenquoten aufwiesen.

Die Konsumausgaben der Haushalte nominell je Einwohner betrugen im Jahr 2019 in Österreich 22.160 Euro. Damit lag Österreich hinter Luxemburg (28.420 Euro), Dänemark (24.040 Euro) und dem Vereinigten Königreich (23.670 Euro) an vierter Stelle. Im Tourismus lag Österreich 2018 mit 615.541 Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben (somit ohne Privatquartieren und private Ferienwohnungen bzw. -häuser) im Vergleich der EU-28 an der 6. Stelle. Italien führte 2015 innerhalb der EU mit einem Bettenangebot von 2,3 Mio., gefolgt von Spanien mit 1,9 Mio. und Deutschland mit 1,8 Mio. Betten.

Der österreichische Außenhandel ist ein überaus wichtiger Faktor der heimischen Wirtschaft und Motor der Konjunktur. Als kleine offene Marktwirtschaft entwickelte Österreich einen weit verzweigten und hoch differenzierten Außenhandel. Nach endgültigen Ergebnissen wurden im Jahr 2019 Waren im Wert von 157,82 Mrd. Euro eingeführt bzw. Waren im Wert von 153,50 Mrd. Euro in andere Länder ausgeführt. Den höchsten Anteil am Handel der Mitgliedsstaaten innerhalb der EU-28 belegte 2019 naturgemäß Deutschland mit 21,0% an den Eingängen und 21,7% an den Versendungen, Österreich trug jeweils 3,7% bzw. 3,2% zum Intrahandel bei. Im Handel der EU-28 mit Drittstaaten ergibt sich ein ähnliches Bild: Deutschland, einfuhrseitig gefolgt vom Vereinigten Königreich und den Niederlanden, ausfuhrseitig gefolgt vom Vereinigten Königreich und Frankreich, trug 2019 am meisten zu den Ein- und Ausfuhren mit Drittstaaten außerhalb der EU-28 bei, während der österreichische Einfuhranteil 1,8% und der Ausfuhranteil 2,3% betrug.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Wichtige wirtschaftliche Eckdaten im EU-Vergleich
Ranking der EU-Mitgliedsstaaten nach ausgewählten Merkmalen,
Top 3 im Vergleich mit EU28 und Österreich
Bevölkerung und Arbeitsmarkt im EU-Vergleich

Reales Wirtschaftswachstum seit 1996 im EU-Vergleich
Veränderung des Energie Bruttoinlandsverbrauch von 1995 auf 2018 im europäischen Vergleich
Energie Bruttoinlandsverbrauch pro Kopf im europäischen Vergleich
Bruttonationaleinkommen je Einwohner nominell seit 1995 im EU-Vergleich
Arbeitslosenquoten im EU-Vergleich seit 2002
Zahl der Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben 2018 je 1.000 Einwohner EU-28


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