Die Bevölkerungsentwicklung in Österreich hat in
den letzten Jahren die Bevölkerungsstruktur nach Alter und Geschlecht
entsprechend geprägt. Zahl und Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen
unter 15 Jahren) ist in vielen Regionen gesunken, während die Bevölkerung
im nicht-mehr-erwerbsfähigen Alter (65 Jahre und älter) zahlen- und
anteilsmäßig stark an Gewicht gewonnen hat. Die erwerbsfähige Bevölkerung
im Alter von 15 bis unter 64 Jahren hatte in den letzten Jahren vor
allem durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland starke Zuwächse verzeichnet,
insbesondere in den Stadtagglomerationen. In ländlichen Gebieten war
dagegen ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung in unterschiedlichem
Ausmaß zu beobachten.
Aktuelle Jahresergebnisse
Am 1.1.2011 lebten in Österreich 1,731 Mio. Kinder
und Jugendliche (unter 20 Jahre), das entsprach 20,6% der Gesamtbevölkerung.
Die höchsten Anteilswerte verzeichneten die Bundesländer Vorarlberg
(23,4%) sowie Oberösterreich (21,8%) und Tirol (21,5%). Dies ist einerseits
auf die über dem Bundesdurchschnitt liegende Fertilität zurückzuführen,
anderseits auf die anhaltend hohe Zuwanderung jüngerer Menschen und
Familien aus dem Ausland. Rund 5,194 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
standen am 1.1.2011 im Erwerbsalter zwischen 20 und 64 Jahren, das entsprach
61,8% der Gesamtbevölkerung. Deutlich über dem landesweiten Durchschnitt
lag die Bundeshauptstadt Wien mit 63,8%. Zum Stichtag waren rund 1,480
Mio. Menschen im nicht-mehr-erwerbsfähigen Alter von 65 und mehr Jahren,
was 17,6% der Gesamtbevölkerung ausmachte. Nach Bundesländern zeigte
sich, dass die Anteile älterer Personen im Burgenland (19,5%), in Kärnten
(19,2%) sowie in der Steiermark (18,7%) deutlich über dem landesweiten
Durchschnitt lagen. In Tirol (16,2%) und in Vorarlberg (15,3%) lag der
Anteil älterer Personen hingegen stark unter dem Bundesdurchschnitt.