Die Bevölkerungsstruktur Österreichs hat sich
in den vergangenen einhundert Jahren stark verändert. Zahl und Anteil
der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 19 Jahren) ist in vielen
Regionen gesunken, während die Bevölkerung im nicht-mehr-erwerbsfähigen
Alter (65 Jahre und älter) zahlen- und anteilsmäßig stark an Gewicht
gewonnen hat. Die erwerbsfähige Bevölkerung im Alter von 20 bis unter
64 Jahren hatte in den letzten Jahren vor allem durch Zuwanderung aus
dem In- und Ausland starke Zuwächse verzeichnet. Der Aufbau einer Bevölkerung
nach Alter und Geschlecht lässt sich grafische in Form sog. „Bevölkerungspyramiden“
darstellen.
Aktuelle Jahresergebnisse
Am 1.1.2009 lebten in Österreich 1,26 Mio. Kinder
und Jugendliche (unter 15 Jahre), das entspricht 15,1% der Gesamtbevölkerung.
Die höchsten Anteilswerte verzeichneten die Bundesländer Vorarlberg
(17,3%) sowie Oberösterreich und Tirol (je 15,9%). Dies ist einerseits
auf die über dem Bundesdurchschnitt liegende Fertilität zurückzuführen,
anderseits auf die anhaltend hohe Zuwanderung jüngerer Menschen und
Familien aus dem Ausland. Rund 5,64 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
standen am 1.1.2009 im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren,
das entspricht rund zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Deutlich über
dem landesweiten Durchschnitt lag die Bundeshauptstadt Wien mit 69%.
Zum Stichtag waren rund 1,45 Mio. Menschen im nicht-mehr-erwerbsfähigen
Alter (65 Jahre oder älter), was 17,4% der Gesamtbevölkerung ausmachte.
Nach Bundesländern zeigte sich, dass die Anteile älterer Personen
im Burgenland (19,6%), in Kärnten (18,8%) sowie in der Steiermark (18,6%)
deutlich über dem landesweiten Durchschnitt lagen. In Tirol (15,8%)
und in Vorarlberg (14,9%) lag der Anteil älterer Personen hingegen
stark unter dem Bundesdurchschnitt.