Hier finden Sie Lage- und Anteilsmaße zur Beschreibung demographischer Prozesse. Präsentiert werden Kennzahlen zu
Im Jahr 2008 wurden in Österreich
Dass die Periodenfertilität in Österreich so niedrig ist, hängt auch damit zusammen, dass sich das Alter bei der Geburt eines Kindes immer weiter erhöht („Aufschieben“ von Geburten). So lag das durchschnittliche Fertilitätsalter im Jahr 2008 bei mittlerweile 29,5 Jahren, um 1,5 Jahre mehr als noch 1998. Das Fertilitätsalter ist seit Mitte der 1970er-Jahre im Steigen begriffen; detaillierte Untersuchungen zeigen, dass das Alter bei der Geburt des ersten Kindes überdurchschnittlich stark gestiegen ist.
Von den
Im Jahr 2008 ereigneten sich in Österreich
Die Lebenserwartung bei der Geburt lag für einen österreichischen Mann im Jahr 2008 bei 77,6 Jahren und damit um 3,2 Jahre höher als 1998. Bei den Frauen stieg die Lebenserwartung bei der Geburt seit 1998 um 2,1 Jahre auf mittlerweile 83,0 Jahre. Der Vorsprung der weiblichen vor der männlichen Lebenserwartung hat sich zwar seit dem Höchststand im Jahr 1982 (damals 7,2 Jahre) verringert, liegt aber noch immer bei 5,4 Jahren.
Während der Anstieg der Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren anfangs vor allem durch den Rückgang der Säuglings- und Kindersterblichkeit erreicht wurde, trug in den letzten Jahrzehnten die Verringerung der Sterblichkeit im höheren Alter immer stärker zum Anstieg der Lebenserwartung bei: Die fernere Lebenserwartung eines 60-jährigen Mannes lag 2008 in Österreich bereits bei 21,3 Jahren (1998: 19,1 Jahre), für eine 60-jährige Frau betrug dieser Wert 25,1 Jahre (1996: 23,5 Jahre). Auch hier ist in den letzten Jahren ein etwas stärkerer Anstieg bei den Männern zu beobachten.
Die Säuglingssterberate (gestorbene Säuglinge auf
Im Jahr 2008 wurden in Österreich
Der Anteil der Erst-Ehen, d.h. jener Eheschließungen, bei denen sowohl der Bräutigam als auch die Braut ledig sind, lag 2008 in Österreich bei 64,6%. In den letzten Jahren zeigten sich hier nur geringfügige Schwankungen. Das mediane Erstheiratsalter der Männer lag 2008 bei 31,7 Jahren und ist somit seit 1998 um 2,5 Jahre angestiegen. Bei den Frauen erhöhte sich im selben Zeitraum das mediane Erstheiratsalter um 2,1 Jahre auf 28,9 Jahre.
Es ist zu beachten, dass die Standesfallstatistik nur solche Eheschließungen erfasst, die in Österreich stattfinden. Eheschließungen im Ausland (was in Österreich lebende Personen mit Migrationshintergrund vermutlich verstärkt betrifft) sind in den Daten nicht enthalten.
Im Jahr 2008 gab es in Österreich
Die Gesamtscheidungsrate lag 2008 in Österreich bei 47,8%. Diese Maßzahl wird als die Summe der einjährigen ehedauerspezifischen Scheidungshäufigkeiten im Berichtsjahr berechnet. Es handelt sich also um keine echte Scheidungswahrscheinlichkeit, sondern um einen Näherungswert, der vor allem zur Beschreibung zeitlicher Trends hinreichend gut geeignet ist.