Das Hauptszenario der Erwerbsprognose geht von einer
noch weiter steigenden Zahl an Erwerbspersonen aus. Im Jahr 2018 wird
ein Maximum von 4,2 Mio. Erwerbspersonen erreicht werden (2009: 4,084
Mio.). Danach sinkt demographisch bedingt die Erwerbspersonenzahl bis
2030 um ca. 100.000 auf unter 4,1 Mio. ab, ehe es nach 2030 zu einem
neuerlichen Anstieg kommt. Im Hauptszenario geht die Prognose für das
Jahr 2050 von insgesamt 4,235 Mio. Erwerbspersonen aus. Aufgrund der
für Männer und Frauen unterschiedlichen Annahmen hinsichtlich der
zukünftigen Trends in der Erwerbsbeteiligung beruht der Anstieg nach
2030 nahezu ausschließlich auf einer steigenden Zahl weiblicher Erwerbspersonen,
während die Zahl erwerbstätiger oder arbeitsloser Männer praktisch
stagniert.
Hinter dem mäßigen Wachstum des Arbeitskräfteangebots
verbirgt sich allerdings ein deutlicher Wandel in der Altersstruktur
der Erwerbspersonen. Durch das Nachrücken der „Baby-Boom-Generation“
ins höhere Erwerbsalter sowie insbesondere durch die Annahme zukünftig
stark steigender Erwerbsquoten jenseits des 50. Lebensjahres, wird die
Zahl der älteren Erwerbspersonen deutlich zunehmen. Bereits 2015 sollte
die Zahl der Erwerbspersonen im Alter von 50 und mehr Jahren die Millionen-Grenze
übersteigen (2009: 811.000) und noch vor 2020 bei über 1,1 Mio. liegen.
Nach Bundesländern differenziert, wird in Kärnten
mit einer Abnahme um -9% bis 2030 der stärkste Rückgang an Erwerbspersonen
zu verzeichnen sein. Ebenfalls rückläufige Entwicklungen wird es in
den kommenden beiden Jahrzehnten in der Steiermark (-5%) sowie im Burgenland,
in Salzburg und in Oberösterreich (je -3%) geben. Weitgehend stagnieren
wird die Zahl der Erwerbspersonen in Tirol, während in Niederösterreich
und in Vorarlberg leichte Zuwächse (je +3%) bis 2030 zu erwarten sind.
Der mit +8% stärkste Anstieg der Erwerbsbevölkerung bis 2030 ist in
der Bundeshauptstadt Wien zu erwarten.