SUCHE

Schüler und Schülerinnen, Studenten und Studentinnen

Die Angaben zur derzeitigen Ausbildung wurden bei der Volkszählung 2001 nach elf Schultypen ausgewertet. Demnach besuchten 408.100 Kinder die Volks- und 272.300 die Hauptschule. 107.300 gingen in die Unterstufe der Allgemeinbildenden höheren Schule, 82.700 besuchten die Oberstufe dieser Schulform. Weitere 13.500 Buben und Mädchen besuchten Sonderschulen, 18.800 frequentierten die Polytechnische Schule. Im Bereich des Berufsbildenden Schulwesens ergab die Volkszählung 2001 51.800 Schüler und Schülerinnen an mittleren Schulen, 123.100 an höheren Schulen sowie 2.000 an Kollegs. 150.000 Personen in Ausbildung haben eine Universität, Fachhochschule oder hochschulverwandte Lehranstalt (z.B. Pädagogische Akademie) angegeben. 11.900 Personen absolvieren eine Ausbildung, die keinem der bisher genannten Schultypen zugeordnet werden konnte und somit die Restkategorie „sonstige Ausbildung“ bildet. Mehr als zwei Fünftel dieses zuletzt genannten Personenkreises waren im Hauptlebensunterhalt erwerbstätig.

Noch vor einem halben Jahrhundert war es nicht selbstverständlich, dass Mädchen nach Beendigung der Schulpflicht eine Ausbildung absolvierten. Davon zeugen die großen Unterschiede im Bildungsstand bei älteren Frauen und Männern. Heute sind Mädchen in Gymnasien und Berufsbildenden Schulen, aber auch an den tertiären Ausbildungsstätten in der Überzahl. Von 1991 bis 2001 erhöhte sich der Mädchenanteil an AHS von 51,8% auf 54,1%, an den Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen liegt er bei 56,0% (Fachschulen: 61,8%, BHS: 53,6%). Hier blieb der Frauenanteil gegenüber 1991 (55,9%) unverändert. Von den bei der Zählung 2001 ermittelten Studierenden sind 53,1% weiblich, 1991 waren es erst 45,7%. Die Fortsetzung der Bildungslaufbahn in einer mittleren oder höheren weiterführenden Schule ist typisch für junge Frauen. Die Lehrlingsausbildung nehmen nach wie vor mehr junge Männer in Anspruch. Von den über 15-jährigen Schülern und Schülerinnen sowie Studierenden sind 53,6% Frauen, bei den Lehrlingen beträgt der Frauenanteil hingegen nur 36,8%.

Im Pflichtschulbereich sind auch typische Unterschiede zwischen Mädchen und Buben zu beobachten. So besuchen etwas mehr Knaben als Mädchen eine Sonderschule (der Frauenanteil beträgt nur 39%). Sie weisen auch höhere Übertrittsquoten in die Hauptschule auf als Mädchen. Z.B. besuchen 30% der 12-jährigen Mädchen ein Gymnasium gegenüber 27% der gleichaltrigen Buben.

9,2% der Schüler und Schülerinnen sowie der Studierenden besitzen nicht die österreichische Staatsbürgerschaft bzw. sind 8,6% im Ausland geboren. Kinder ausländischer – vor allem türkischer – Herkunft sind überproportional in den Sonderschulen zu finden, weiters besuchen sie häufiger als Schüler und Schülerinnen anderer Herkunft die Hauptschule sowie die Polytechnische Schule. In den weiterführenden Schulen, insbesondere den höheren Schulformen, sind sie dementsprechend unterrepräsentiert.

Das Aufarbeitungskonzept der Volkszählung 2001 sah vor, beim gegenwärtigen Status („Lebensunterhalt“) auch Doppelmarkierungen auszuwerten. Daher wurde die Information „Schüler/in, Student/in“ im Fall von erwerbstätigen Studierenden oder Erwerbstätigen im zweiten Bildungsweg beibehalten. So ergibt sich, dass die Volkszählung 2001 diesbezüglich mit verschiedenen Eckzahlen operiert. Nach dem Lebensunterhalt I (welcher die Erwerbstätigen nach dem Labour-Force-Konzept der ILO auswertet) werden 1,171.874 Schüler und Schülerinnen sowie Studierende ausgewiesen. Insgesamt wurde jedoch von 1,241.536 Personen der Besuch einer Schule oder anderen Ausbildungseinrichtung erfasst. Zwei Drittel dieser Differenz stellen Personen dar, die erwerbstätig sind, das restliche Drittel sind Pensionisten und Pensionistinnen, die ein Studium betreiben, oder Personen mit einem anderen Haupt-Lebensunterhalt. Informationen über den Weg zur Ausbildungsstätte liegen wiederum von 1,195.115 Schülern, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen vor, da von den rund 46.000 erwerbstätigen Schülern, Schülerinnen und Studierenden Angaben über ihren Weg zur Arbeitsstätte und nicht zur Ausbildungsstätte erbeten wurden.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: Schüler und Schülerinnen, Studenten und StudentinnenHTMLPDFXLS
Ausbildungsquoten 1991 und 2001 nach Alter und GeschlechtHTMLPDFXLS
Schüler/-innen, Studierende und Lehrlinge 1981 bis 2001 nach Geschlecht und Bildung der FamilienreferenzpersonHTMLPDFXLS
Schüler/-innen, Studierende und Lehrlinge (Kinder in Familien) 1981 bis 2001 nach Geschlecht und sozialer Herkunft der FamilienreferenzpersonHTMLPDFXLS
Schüler/-innen und Studierende 2001 nach Schultyp, Geschlecht und BundesländernHTMLPDFXLS
Schüler/-innen und Studierende 2001 nach Schultyp und Staatsangehörigkeit bzw. GeburtslandHTMLPDFXLS
Grafik(en):
Ausbildungsquoten 1991 und 2001 nach Alter und GeschlechtGIF
Ausbildungsquoten 2001 nach Geschlecht und StaatsangehörigkeitGIF
Kinder und Jugendliche in Ausbildung nach Schultyp und der höchsten abgeschlossenen Ausbildung des Familienrepräsentanten 2001GIF