Die Angaben zur derzeitigen Ausbildung wurden bei
der Volkszählung 2001 nach elf Schultypen ausgewertet. Demnach besuchten
Noch vor einem halben Jahrhundert war es nicht selbstverständlich, dass Mädchen nach Beendigung der Schulpflicht eine Ausbildung absolvierten. Davon zeugen die großen Unterschiede im Bildungsstand bei älteren Frauen und Männern. Heute sind Mädchen in Gymnasien und Berufsbildenden Schulen, aber auch an den tertiären Ausbildungsstätten in der Überzahl. Von 1991 bis 2001 erhöhte sich der Mädchenanteil an AHS von 51,8% auf 54,1%, an den Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen liegt er bei 56,0% (Fachschulen: 61,8%, BHS: 53,6%). Hier blieb der Frauenanteil gegenüber 1991 (55,9%) unverändert. Von den bei der Zählung 2001 ermittelten Studierenden sind 53,1% weiblich, 1991 waren es erst 45,7%. Die Fortsetzung der Bildungslaufbahn in einer mittleren oder höheren weiterführenden Schule ist typisch für junge Frauen. Die Lehrlingsausbildung nehmen nach wie vor mehr junge Männer in Anspruch. Von den über 15-jährigen Schülern und Schülerinnen sowie Studierenden sind 53,6% Frauen, bei den Lehrlingen beträgt der Frauenanteil hingegen nur 36,8%.
Im Pflichtschulbereich sind auch typische Unterschiede zwischen Mädchen und Buben zu beobachten. So besuchen etwas mehr Knaben als Mädchen eine Sonderschule (der Frauenanteil beträgt nur 39%). Sie weisen auch höhere Übertrittsquoten in die Hauptschule auf als Mädchen. Z.B. besuchen 30% der 12-jährigen Mädchen ein Gymnasium gegenüber 27% der gleichaltrigen Buben.
9,2% der Schüler und Schülerinnen sowie der Studierenden besitzen nicht die österreichische Staatsbürgerschaft bzw. sind 8,6% im Ausland geboren. Kinder ausländischer – vor allem türkischer – Herkunft sind überproportional in den Sonderschulen zu finden, weiters besuchen sie häufiger als Schüler und Schülerinnen anderer Herkunft die Hauptschule sowie die Polytechnische Schule. In den weiterführenden Schulen, insbesondere den höheren Schulformen, sind sie dementsprechend unterrepräsentiert.
Das Aufarbeitungskonzept der Volkszählung 2001 sah
vor, beim gegenwärtigen Status („Lebensunterhalt“) auch Doppelmarkierungen
auszuwerten. Daher wurde die Information „Schüler/in, Student/in“
im Fall von erwerbstätigen Studierenden oder Erwerbstätigen im zweiten
Bildungsweg beibehalten. So ergibt sich, dass die Volkszählung 2001
diesbezüglich mit verschiedenen Eckzahlen operiert. Nach dem Lebensunterhalt
I (welcher die Erwerbstätigen nach dem Labour-Force-Konzept der ILO
auswertet) werden 1,