„Lebenslanges Lernen“ hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es umfasst lt. einer Definition des Europäischen Rates "alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt." Zur Messung der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten wurde der Strukturindikator „Lebenslanges Lernen“ entwickelt. Dieser misst den Anteil der an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmenden Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren.
Insbesondere die reinen Weiterbildungsaktivitäten in Form von Kursen und Schulungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Bereitschaft, sich weiter zu bilden, stellt dabei die bereits vorhandene Grundausbildung dar, wobei mit steigendem Bildungsniveau auch häufigere Kurs- und Schulungsbesuche einhergehen.
Der Strukturindikator „Lebenslanges Lernen“
betrug im Jahresdurchschnitt 2011 13,4% (EU
Für den Zeitraum der letzten zwölf Monate wurde im Rahmen der 2007 erstmals durchgeführten Erhebung über Erwachsenenbildung (Adult Education Survey (AES)) ein Anteil von zwei Fünfteln der 25- bis 64-jährigen Gesamtbevölkerung ermittelt, die an Weiterbildungsangeboten wie Kursen, Vorträgen und Seminaren, aber auch Privatunterricht und Ausbildung am Arbeitsplatz unter Anleitung teilnahmen. Im Vergleich dazu hatten 4,2% der 25- bis 64-Jährigen Bildungsangebote des Schul- und Hochschulwesens besucht sowie drei Viertel der Personen im Haupterwerbsalter informelle Lernaktivitäten in Familie, Freundeskreis und Kollegenschaft bzw. durch das Lesen von Büchern und Fachzeitschriften oder die Nutzung anderer Lernmedien (Video, am Computer usw.) oder -angebote (Führungen durch Museen usw.) berichtet.
Die Erhebung über Erwachsenenbildung wird in Zukunft im Fünfjahresrhythmus durchgeführt.