Auf seiner Tagung im März 2000 in Lissabon setzte sich der Europäische Rat das strategische Ziel, innerhalb des nächsten Jahrzehnts "die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen - einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen". 2005 wurde ein Neustart der Lissabon-Strategie beschlossen, hin zu einer Konzentration auf Wachstum und Beschäftigung.
Die Strukturindikatoren stellen ein Instrument zur objektiven Bewertung
des Fortschritts im Hinblick auf die Lissabon-Ziele dar und werden von
der Europäischen Kommission zur Untermauerung ihrer Analyse im Jahresfortschrittsbericht
an den Europäischen Rat verwendet. In einem statistischen
Anhang wird auf Grundlage der kurzen Liste der Strukturindikatoren
die Entwicklung
in den einzelnen Ländern mit der Entwicklung in EU
Auf der Strukturindikatoren-Website von Eurostat werden die Indikatoren der kurzen Liste präsentiert und es wurde eine öffentlich zugängliche Datenbank mit der langen Liste von Indikatoren eingerichtet. Neben den Zeitreihen für alle Indikatoren (unter Berücksichtigung von allfälligen Korrekturen und Revisionen) werden dort Metadaten, methodische Erläuterungen und Qualitätsprofile angeboten.
Eine übersichtliche Darstellung der Ergebnisse für alle Indikatoren (kurze und lange Liste) findet sich im Statistischen Jahrbuch Österreichs 2009, Kapitel 38.
Mit den Euro-Indikatoren werden den Konjunkturforschern, politischen Entscheidungsträgern, Medien, Forschern, Studierenden sowie anderen interessierten Nutzern umfassende, gut strukturierte und hochwertige Konjunkturdaten geboten. Das Herzstück der Euro-Indikatoren umfasst einen Satz statistischer Konjunkturindikatoren, der einen zuverlässigen und möglichst aktuellen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone, der Europäischen Union sowie der Mitgliedstaaten bietet. Darüber hinaus sollen Metadaten, Qualitätsberichte, Veröffentlichungen und Arbeitsunterlagen, Nachrichten, Terminkalender sowie Informationen zur Methodik das Verständnis des Datenmaterials und dessen Analyse erleichtern.
Nähere Informationen zu den Euro-Indikatoren können
den Euro-Indikatoren-Webseiten entnommen werden.
Die einzelnen Konjunkturdaten sind in der Datenbank EUROIND zu finden, die in die acht Bereiche
Zahlungsbilanz, Konjunktur- und Verbrauchererhebung, Verbraucherpreise,
Außenhandel, Industrie, Handel und Dienstleistungen, Arbeitsmarkt,
monetäre und finanzielle Indikatoren sowie Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
unterteilt ist und in der derzeit mehr als
Bei den Principle European Economic Indicators (im deutschsprachigen Raum auch „Wichtige Europäische Wirtschaftsindikatoren“ - WEWI genannt) handelt es sich um eine Liste von derzeit 19 Schlüsselindikatoren, die aus den Euro-Indikatoren ausgewählt wurden und die für die aktuelle Konjunkturanalyse unentbehrlich sind (Verbraucherpreise, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Konjunkturstatistiken, Arbeitsmarktstatistiken und Außenhandelsindikatoren). Die PEEI sind somit Teil der Euro-Indikatoren und geben einen komprimierten Überblick über die wirtschaftliche Situation und wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Eine Tabelle mit allen Schlüsselindikatoren (PDF, 11KB) ist verfügbar; die Daten und nähere Informationen können der Eurostat-Web-Seite entnommen werden.
Nach Anhörung der EZB und der Europäischen Kommission wurden die Indikatoren von Eurostat und den nationalen statistischen Ämtern ausgewählt. Die PEEI legen auch Ziele hinsichtlich der Periodizität und Aktualität für die Aggregate des Euroraums fest, die teilweise über die Erfordernisse der bereits bestehenden EU-harmonisierten-Rechtsvorschriften im Bereich Statistik hinausgehen, sodass der Beitrag der Länder zu den PEEI zum Teil nur auf freiwilliger Basis – sofern dies national möglich ist - basiert.
Die EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung, die vom Europäischen Rat in Göteborg im Juni 2001 angenommen und im Juni 2006 erneuert wurde, zielt darauf ab, die wirtschaftliche Entwicklung, den sozialen Zusammenhalt und den Umweltschutz in Einklang zu bringen.
Die Fortschritte in der Erreichung dieses globalen Zieles werden an Hand eines Satzes von Indikatoren für nachhaltige Entwicklung überwacht, bewertet und überprüft. Zugleich dienen diese Indikatoren dazu, die breite Öffentlichkeit über die gemeinschaftlich vereinbarten Ziele nachhaltiger Entwicklung zu informieren.
Umfassende Informationen und Daten zu diesen Indikatoren werden von Eurostat unter dem folgenden Link zur Verfügung gestellt: Indikatoren für nachhaltige Entwicklung