Geborene

Langfristiger Trend

Die Zahl der Lebendgeborenen lag in den 1980er und 1990er Jahren bei Ø 90.000 pro Jahr, wobei Höchstwerte in den Jahren 1982 (94.840) bzw. 1992 (95.302) verzeichnet wurden. Zwischen 2001 und 2011 ist kein einheitlicher Trend erkennbar. Vom Jahr 2001, in dem die bislang geringste in Österreich jemals registrierte Geburtenzahl verzeichnet wurde, bis 2011 rangierten die Zahlen der Neugeborenen zwischen 75.458 (2001) und 78.968 (2004). Seit 2012 stieg die Zahl der Lebendgeborenen wieder an und erreichte 2016 mit 87.675 einen erneuten Höchststand. Seither gab es wieder einen Rückgang auf 84.952 Lebendgeborene im Jahr 2019. Bezogen auf die Einwohnerzahl entsprach dieser letzte Wert einer Rate von 9,6 Geburten je 1.000 der Bevölkerung.

Aktuelle Jahresergebnisse

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Geburten 2019 um 0,7% bzw. 583 Babys ab. Nur zwei Bundesländer verzeichneten 2019 steigende Geburtenzahlen: Salzburg (+3,2%) und Burgenland (+0,3%). Alle übrigen Bundesländer registrierten jeweils weniger Geburten als im Jahr davor. Am deutlichsten waren die sinkenden Geburtenzahlen in Kärnten (-3,3%), gefolgt von Tirol (-2,3%), Niederösterreich (-1,4%) und der Steiermark (-0,7%). Geburtenrückgänge unter dem Bundesdurchschnitt wurden in Wien (-0,5%), Oberösterreich (-0,4%) und Vorarlberg (-0,05%) festgestellt.

51,3% der Neugeborenen waren Knaben, 48,7% Mädchen. Die Geschlechterproportion lag somit bei 1.053,4. Die Unehelichenquote betrug 40,6%.

Regional war die Geburtenrate in Vorarlberg mit 10,9‰ am höchsten, gefolgt von Wien (10,5‰) sowie Salzburg (10,4‰), Oberösterreich (10,1‰) und Tirol (10,0‰). Die niedrigste Geburtenrate verzeichnete das Burgenland mit 7,6‰.

Die meisten Babys wurden im Jahr 2019 in den Monaten Juli (7.804), August (7.489) und September (7.478) geboren, am wenigsten Kinder erblickten im Februar (6.363) und im November (6.646) das Licht der Welt. Pro Tag wurden in Österreich durchschnittlich rund 233 Kinder geboren. Im Juli kamen pro Tag rund 252 Kinder zur Welt, während im März und im Dezember pro Tag nur rund 221 Babys geboren wurden.

Österreichweit erfolgten im Jahr 2019 insgesamt 1.259 Mehrlingsgeburten: davon wurden 1.240 Mal Zwillinge und 19 Mal Drillinge geboren.

Das durchschnittliche Fertilitätsalter lag 2019 bei 31,0 Jahren. 1.109 Lebendgeborene (1,3%) hatten eine Mutter im Alter von 14 bis unter 20 Jahren, bei 271 (0,3%) war die Mutter 45 Jahre und älter. 3.460 frischgebackene Mütter des Jahres 2019 (4,1%) waren zwischen 40 und 45 Jahren alt.

Mehr als ein Drittel der Mütter des Jahres 2019 (34,2%) war selbst im Ausland geboren, 30,7% der Mütter hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Im Vergleich dazu hatten nur 21,0% der Lebendgeborenen des Jahres 2019 eine nicht-österreichische Staatsangehörigkeit. Wien und das Burgenland steckten die Bandbreite regionaler Unterschiede ab: So lag der Anteil der im Ausland geborenen Mütter 2019 in Wien bei 55,8%, im Burgenland dagegen bei 21,3%, jener der Mütter mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei 49,9% bzw. 19,1%. Der Anteil der Neugeborenen 2019 mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit betrug in Wien 35,2% und im Burgenland 12,5%.

Im Jahr 2019 gab es zudem österreichweit 261 Totgeborene. Bezogen auf die Lebendgeborenen entsprach dies einer Rate von 3,1‰.

Statistische Kuriositäten

Im Jahr 2019 waren die beiden jüngsten Eltern zusammen 30 Jahre alt, wobei die Mutter jeweils 14 Jahre und der Vater jeweils 16 Jahre alt war. Die beiden ältesten Mütter waren 60 Jahre alt und damit um 5 bzw. 2 Jahre jünger als die jeweiligen Väter der insgesamt vier Kinder (eine dieser Frauen gebar Drillinge). Die beiden ältesten Väter waren mit 73 Jahren um 36 bzw. 29 Jahre älter als die 37-jährige Mutter des Babys bzw. als die 44-jährige Mutter von Zwillingen. Der größte Altersunterschied betrug bei zwei Eltern 44 Jahre: es handelte sich um die Babys eines 72-jährigen bzw. 64-jährigen Vaters und der 28 bzw. 20 Jahre alten Mütter. Der maximale umgekehrte Altersunterschied betrug 21 Jahre: dabei handelte es sich um das Kind eines 20-jährigen Vaters und einer 41-jährigen Mutter.

Methodische Informationen, Definitionen:

Die Aufarbeitung der Geburten erfolgt seit 1. November 2014 auf Basis der laufend vom Zentralen Personenstandsregister übermittelten Daten.

In den publizierten Daten sind ab 2015 auch die im Ausland stattgefundenen Geburten von Müttern mit Hauptwohnsitz in Österreich enthalten. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt bei den Geborenen nach dem Wohnort der Mutter.

Die voraussichtlichen Publikationstermine weiterer Ergebnisse sind unter Veröffentlichungskalender zu finden.

Ergebnisse im Überblick: Geborene
Lebend- und Totgeborene seit 1871
Lebendgeborene seit 1996 nach Geschlecht, Legitimität und Bundesland
Geborene und Geburten seit 1991 nach Mehrlingseigenschaft
Durchschnittliches Gebär- bzw. Fertilitätsalter der Mutter nach Lebendgeburtenfolge seit 1984
Lebendgeborene seit 2005 nach Altersgruppen der Mutter und Bundesland
Lebendgeborene seit 2006 nach Ereignismonaten und Bundesländern
Natürliche Bevölkerungsbewegung 2019 nach Politischen Bezirken
Bevölkerungsveränderung 1.1.2019 - 1.1.2020 nach Demographischen Komponenten und Gemeinden
Bevölkerungsveränderung 1.1.2018 - 1.1.2019 nach Demographischen Komponenten und Gemeinden
Natürliche Bevölkerungsbewegung, Eheschließungen und Begründungen eingetragener Partnerschaften in den ersten drei Quartalen 2020 nach Politischen Bezirken - vorläufige Ergebnisse

Lebendgeborene und Geburtenrate 1951-2019
Durchschnittliche Kinderzahl pro Frau seit 1951


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