Body Mass Index (BMI)

Der Body-Mass-Index (BMI) ist definiert als das Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter) und gilt als das beste indirekte Maß für die Körperfettmasse. Zur Bestimmung des Ausmaßes des Übergewichts bzw. der Adipositas gibt es eine auf dem BMI beruhende Klassifizierungstabelle der WHO. Diese Grenzen gelten seit 1998 und definieren einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht, zwischen 25,0 und 29,9 als Übergewicht und einen BMI von 30,0 und mehr als Adipositas.

Folgende Ergebnisse stammen aus der „Österreichischen Gesundheitsbefragung 2019“.

Bei beiden Geschlechtern war Übergewicht und Adipositas in den höheren Altersgruppen häufiger zu beobachten als in den jüngeren Altersgruppen (Grafik 16). Jeder dritte Mann in der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre war entweder übergewichtig (26,9%) oder adipös (8,8%), bei den Frauen dieser Altersgruppe betraf es beinahe jede vierte (16,1% bzw. 6,7%). Rund die Hälfte der Männer ab 60 Jahren war übergewichtig, bei den Frauen war der Anteil an Übergewichtigen ab einem Alter von 75 Jahren am höchsten (39,6%). Adipös waren am häufigsten Männer zwischen 45 und 74 Jahren und Frauen zwischen 60 und 74 Jahren (Männer: 23,4%, Frauen: 24,0%). Die Prävalenz von Adipositas ging bei den Personen ab 75 Jahren zurück (Männer: 15,2%, Frauen: 15,7%).

Adipöse Männer und Frauen litten häufiger unter körperlichen Beschwerden und Erkrankungen, die teilweise direkt auf starkes Übergewicht zurückzuführen sind bzw. in starkem Zusammenhang mit Adipositas stehen. Das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenksbeschwerden stieg mit zunehmendem BMI. Beinahe die Hälfte aller Adipösen (43,5%) hatte einen erhöhten Blutdruck (Normalgewichtige: 11,7%, Übergewichtige: 26,0%). Auch Arthrose und chronische Kreuzschmerzen kamen bei adipösen Personen häufiger vor (22,5% bzw. 38,4% bei Adipösen, 9,4% bzw. 19,2% bei Normalgewichtigen). 14,8% der adipösen Männer und Frauen hatten Diabetes (Normalgewichtige: 2,4%).

Verglichen mit den Ergebnissen der Befragung 2006/07 stieg der altersstandardisierte Anteil an Übergewichtigen und Adipösen an der Gesamtbevölkerung von 48,7% in den Jahren 2006/07 auf 50,8% in 2019 (Übersicht 17). Der Anstieg kam vor allem durch eine Zunahme der Personen mit Adipositas um 3,7 Prozentpunkte zu Stande, wogegen der Anteil der Personen mit Übergewicht um 1,7 Prozentpunkte leicht sank (gegenüber 2014 gab es eine Steigerung um 1,7 Prozentpunkte). War die Abnahme der Prävalenz von Übergewicht bei Männern und Frauen gleichermaßen zu beobachten (Abnahme um 2,0 bzw. 1,5 Prozentpunkte), ging die Zunahme der Adipositas überwiegend auf das Konto der Männer (Anstieg um 5,5 bzw. 2,0 Prozentunkte).

Ergebnisse im Überblick: BMI

Gesundheitsbefragung 2019

Body-Mass-Index (BMI) 2019

Gesundheitsbefragung 2014

Body-Mass-Index (BMI) nach WHO-Definition 2014

Gesundheitsbefragung 2006/07

Body-Mass-Index (BMI) 2006/07

MZ-Sonderprogramm 1999 "Fragen zur Gesundheit"

Verteilung des Body-Mass-Index (BMI, WHO neu) in der Bevölkerung ab 20 Jahren 1999
Verteilung des Body-Mass-Index (BMI, WHO neu) in der männlichen Bevölkerung ab 20 Jahren 1999
Verteilung des Body-Mass-Index (BMI, WHO neu) in der weiblichen Bevölkerung ab 20 Jahren 1999


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr