Subjektiver Gesundheitszustand

Untenstehende Ergebnisse stammen aus der „Österreichischen Gesundheitsbefragung 2019“.

Der Großteil der österreichischen Wohnbevölkerung war mit seinem allgemeinen Gesundheitszustand zufrieden, 74,5 % antworteten auf die entsprechende Frage mit „sehr gut“ oder „gut“. 6,4 % der Personen beurteilten ihre Gesundheit mit „schlecht“ bzw. „sehr schlecht“. Rund ein Fünftel (19,1 %) entschied sich für die mittlere Antwortkategorie. Frauen gaben etwas seltener als Männer einen sehr guten oder guten Gesundheitszustand an: 73,3 % respektive 75,7 %. Während Frauen etwas häufiger als Männer die mittlere Kategorie wählten (20,3 % bzw. 18,0 %), gab es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Anteil von Personen mit einem subjektiv schlechten oder sehr schlechten Gesundheitszustand (Männer: 6,3 %, Frauen: 6,5 %).

Mit zunehmendem Alter wurde seltener ein sehr guter oder guter Gesundheitszustand angegeben. Bei den 15- bis 29-Jährigen stuften mehr als 90 % ihren Gesundheitszustand als zumindest gut ein (Männer: 93,3 %, Frauen: 90,3 %), bei den 60- bis 74-jährigen Männern und Frauen waren es nur noch 62,6 % bzw. 66,6 %. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede waren bei der Bevölkerung von 75 und mehr Jahren am höchsten: 43,9 % der Männer, aber nur 37,6 % der Frauen beurteilten in dieser Altersgruppe ihren Gesundheitszustand als zumindest gut. Dementsprechend häufiger fühlten sich ältere Männer und Frauen gesundheitlich schlecht oder sehr schlecht (18,0 % bzw. 21,7 %). Auch die Selbsteinschätzung des Gesundheitszustands als „mittelmäßig“ wurde mit zunehmendem Alter häufiger (von 5,9 % bzw. 8,8 % bei den 15- bis 29-Jährigen bis zu 38,1 % bzw. 40,8 % in der Alterskategorie 75+).

Verglichen mit den Ergebnissen früherer Gesundheitsbefragungen ist langfristig ein positiver Trend hinsichtlich der Beurteilung des subjektiven Gesundheitszustands festzustellen.

Wird der Einfluss der Alterung der Gesellschaft statistisch ausgeglichen, verstärkt sich dieser Trend sogar noch. Der Anteil der männlichen Bevölkerung, der sich gesundheitlich zumindest gut fühlt, stieg (altersstandardisiert) von 68,3 % im Jahr 1991 auf 75,0 % im Jahr 2019, bei den Frauen erhöhte sich der Anteil von 65,6 % (1991) auf 74,4 % (2019). Gegenüber der Gesundheitsbefragung 2014 kam es 2019 sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen zu einer Verschlechterung bei der Beurteilung des subjektiven Gesundheitszustands. Beim ATHIS 2014 wurde die ältere Bevölkerung weniger gut erreicht, insbesondere Personen mit eingeschränkter Gesundheit. Zwar wurde dies durch die Gewichtung etwas ausgeglichen, dennoch verblieb eine Übergewichtung der gesünderen älteren Bevölkerung.

Ergebnisse im Überblick: Subjektiver Gesundheitszustand
Subjektiver Gesundheitszustand 2019
Subjektiver Gesundheitszustand 2014
Subjektiver Gesundheitszustand 2006/07


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