Finanzierung der Sozialausgaben

Die Finanzierung der Sozialausgaben gemäß Europäischem System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS) erfolgt zu jeweils mehr als einem Drittel über Arbeitgeberbeiträge (2019: 36%) und durch allgemeine Steuermittel von Bund, Ländern und Gemeinden (36%) sowie zu mehr als einem Viertel durch Sozialbeiträge der geschützten Personen (27%). Der Anteil der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen hat im Beobachtungszeitraum abgenommen (Höchststand 1992: 40%), ist aber seit 2009 nahezu unverändert. Der Beitrag des Staates ist bis 2001 ebenfalls gesunken (1980: 37%, 2001: 33%), danach wieder leicht bzw. im Krisenjahr 2009 stark gestiegen und erreichte 2014 wieder fast den Höchststand; seither hat er sich rückläufig entwickelt. Der Finanzierungsanteil der geschützten Personen hat kontinuierlich zugenommen (1980: 23%, 2005 und 2006: 27%), ist jedoch seither, v.a. seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009, wieder etwas niedriger (rund 26%), seit 2014 aber erneut gestiegen.

Während knapp ein Drittel der Sozialleistungssysteme, wie z.B. das Bundespflegegeld und die Kinderabsetzbeträge, ausschließlich aus Steuermitteln finanziert wird, kommen bei einem Viertel der Systeme die Mittel zur Gänze (Arbeitgeberlohnfortzahlung bei Krankheit) bzw. überwiegend (betriebliche Pensionsvorsorge, Arbeitsunfallversicherung, Familienlastenausgleich) von den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen. Die gesetzliche Pensionsversicherung wird zu mehr als zwei Drittel (73%) aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen finanziert.

Ergebnisse im Überblick: Finanzierung der Sozialausgaben
Finanzierung der Sozialausgaben nach Sozialschutzsystemen 2019


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