2005 bis 2019 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude, nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2019 gemeldete Wohnungsabgänge, fortgeschriebener Wohnungsbestand Ende 2019

2019 fertiggestellte Wohnungen, Zeitvergleich, Art der Bauten bzw. der Bautätigkeit

Basierend auf Datenabzügen vom 15. September 2020 stehen nun neue Ergebnisse über das Berichtsjahr 2019 sowie revidierte Zahlen der bislang schon veröffentlichten Fertigstellungszeiträume 2005 bis 2018 zur Verfügung. 2019 wurden österreichweit fast 78.000 Wohnungen errichtet. Nicht enthalten sind die in Wien durch An-, Auf-, Umbautätigkeit an bestehenden Gebäuden zu errichtenden Einheiten. Mit dieser Zahl kam das bislang höchste Ergebnis sogar schon seit den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts zustande. Insbesondere in Bezug auf die besser vergleichbaren letzten drei Berichtsjahre stellt das aktuelle Ergebnis den bisherigen Spitzenwert dar. Die Steigerung gegenüber dem Jahr davor betrug rund 12% oder 8.500 Wohnungen, im Vergleich zu 2017 war ein Plus von über 26% oder etwa 16.200 absolut quantifizierbar.  
Die Bautätigkeit war vom mehrgeschoßigen Wohnbau dominiert, welcher 2019 fast 59% aller Fertigstellungen ausmachte. Mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern wurden im selben Zeitraum etwa ein Viertel aller Einheiten errichtet. Durch An-, Auf-, Umbautätigkeiten an bestehenden Gebäuden wurden mit Ausnahme der Bundeshauptstadt 16% der Wohnungen geschaffen. Der Wert der vergleichsweise wenigen mit neuen Nicht-Wohngebäuden zustande gekommenen Entitäten betrug 1%. Die entsprechenden Verteilungen der beiden Jahre zuvor zeigten ein dazu ähnliches Bild, bei dem im Zeitverlauf Zunahmen der Anteile bei größeren Wohngebäuden Rückgängen bei der An-, Auf-, Umbautätigkeit wie auch bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern gegenüberstehen.

Da die Ergebnisse neben zeitlichen Verzögerungen auch von Meldeausfällen beeinflusst sind, wurden je nach Möglichkeit eigene Ansätze zur Vervollständigung der Daten gewählt. Wegen methodischer Unterschiede bei den Zurechnungsverfahren und noch nicht vollständig durchführbarer Zuschätzungen sowie wegen speziell in Wien aufgrund von fehlenden Hintergrundinformationen nicht korrekt vorgenommener zeitlicher Zuordnungen zum Berichtsjahr 2008, sind die Auswirkungen auf die bzw. die Veränderung der Zeitreihe zwischen 2010 und 2011 inhaltlich nicht ausreichend interpretierbar. Detailliertere Beschreibungen, die neben Aussagen zur Vollständigkeit bzw. Qualität der Daten auch eine Übersicht über das Ausmaß revisionsbedingter Änderungen bieten, sind den Erläuterungen zu entnehmen.

2019 fertiggestellte Wohnungen, regionale Verteilungen

Jeweils fast ein Fünftel aller Einheiten wurde in Wien gefolgt von Niederösterreich errichtet (in der Bundeshauptstadt einzig bezogen auf neue Gebäude). Knapp darunter lagen mit 18% die 2019 in Oberösterreich fertiggestellten Entitäten. Die Steiermark erzielte einen Anteil von knapp 15%, Tirol 9%, in Salzburg und Vorarlberg waren es jeweils 6%. Mehr als 4% aller Einheiten wurden in Kärnten errichtet, knapp 3% im Burgenland.  
In Wien fällt der erwartungsgemäß überproportionale Wert in Mehrgeschoßbauten auf: 2019 wurden hier alleine in der Bundeshauptstadt fast 32% aller Wohnungen dieses Gebäudetyps geschaffen. Die nächsthöheren Anteile waren in Niederösterreich (16%) gefolgt von der Steiermark (14%) und von Oberösterreich (13%) zu bemerken. Die entsprechenden Werte der restlichen Bundesländer erreichten in Tirol und Vorarlberg jeweils etwas mehr als 7% und in Salzburg 6%. Am unteren Ende der Verteilung war Kärnten (über 3%) und Burgenland (nicht ganz 2%) vorzufinden. Innerhalb des eingeschoßigen Wohnbaus zeigten insbesondere die Bundesländer Niederösterreich gefolgt von Oberösterreich die höchsten Anteile (28% bzw. 23%). Mit rund 14% bzw. fast 9% zeigten sich auch in der Steiermark und in Tirol erhöhte Werte. Die verbleibenden Regionen wiesen im eingeschoßigen Wohnbau Anteile von durchschnittlich etwas mehr als einem Zwanzigstel aus.

2019 fertiggestellte Wohnungen, Wohnbauraten

Gemessen an den Bevölkerungszahlen zum Jahresdurchschnitt wurden 2019 abgesehen von der Wiener An-, Auf-, Umbautätigkeit 8,8 Wohnungen pro 1.000 Einwohner errichtet, was insbesondere im zeitlichen Kontext ein sehr hohes Ergebnis darstellt. Die höchste Fertigstellungsrate war dabei mit 11,7 in Vorarlberg zu registrieren. Überdurchschnittliche Werte zeigten auch Oberösterreich (9,4) gefolgt von Tirol (9,2), der Steiermark (9,1) und von Niederösterreich (9,0). Die restlichen Bundesländer lagen durchwegs unter dem Bundesschnitt: In Salzburg war das nur geringfügig der Fall (8,5 Wohnungen pro 1.000 Einwohner). Die nächsthöheren Wohnbauraten waren in der Bundeshauptstadt (8,0) gefolgt vom Burgenland (7,7) zu quantifizieren. Die geringste Rate wies Kärnten aus (6,1).  
Da sich wie schon öfters erwähnt die Zahlen der Bundeshauptstadt einzig auf die mit neuen Gebäuden errichteten Wohnungen beziehen, ist die hier ermittelte Rate naturgemäß geringer. Tatsache ist, dass hier die Bevölkerungsentwicklung deutlich dynamischer als in den anderen Bundesländern verläuft und somit gerade in Wien (aber auch in unmittelbarer Umgebung davon) von einem höheren Bedarf an neuen Wohnungen ausgegangen werden kann. Für die Bundeshauptstadt könnte daher ein Miteinbeziehen der mittels An-, Auf-, Umbautätigkeit zustande kommenden Einheiten eine nicht unwesentliche Erhöhung der entsprechenden Rate mit sich bringen, was aber derzeit nicht den Gegebenheiten entspricht.

2019 fertiggestellte Wohnungen, Wohnnutzflächen

Die durchschnittliche Nutzfläche einer 2019 fertiggestellten Wohnung betrug nicht ganz 99m2. Im Burgenland wurden die mit Abstand größten Einheiten erbaut (fast 125m2). Auch in Ober- (knapp 117m2) gefolgt von Niederösterreich (etwas mehr als 113m2) wurden überdurchschnittlich große Einheiten errichtet. Über dem Bundesschnitt befindliche Nutzflächen wies auch Kärnten (weniger als 107m2) und Tirol aus (knapp 102m2). Alle restlichen Bundesländer lagen darunter: Das war Salzburg mit 95m2, die Steiermark mit mehr als 93 m2 gefolgt von Vorarlberg mit knapp 88m2. Die mit Abstand kleinsten Einheiten wurden (abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit) erwartungsgemäß in der Bundeshauptstadt geschaffen (rund 68m2).  
Nicht ganz 23% aller 2019 fertiggestellten Wohnungen hatten eine Nutzfläche von mindestens 130m2. Annähernd 17% wiesen Flächen zwischen 90 und weniger als 130m2 aus, über 32% waren zwischen 60 bis unter 90m2 groß. 21% hatten ein zwischen 45 bis unter 60m2 liegendes Flächenausmaß, etwas mehr als 7% der Einheiten hatten Nutzflächen unter 45m2 (knapp 5.000 absolut).  
Burgenland (mit fast 40%), Oberösterreich (unter 35%) und auch Niederösterreich (knapp 32%) wiesen deutlich überhöhte Anteile bei der Gruppe der größten Wohnungen aus. Auch Kärnten zeigte hier mit fast 29% ein überdurchschnittliches Ergebnis. Ein dazu konträres Bild dazu bot die Bundeshauptstadt, die – abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit – in dieser Größenklasse einen deutlich unterdurchschnittlichen Anteil von nicht einmal 3% aufwies. In Wien gab es dagegen mit fast 40% einen auffallenden Überhang bei der mittelgroßen Kategorie zwischen 60 und 90 m2. Annähernd hoch war dieser Wert auch in Vorarlberg (etwas mehr als 39%). Die Bundeshauptstadt war auch in der Größenordnung von 45 bis unter 60 m2 deutlich überrepräsentiert (zu etwas mehr als 35%).

2019 fertiggestellte Wohnungen, Wohnräume

Die in direktem Zusammenhang mit der Nutzfläche stehende Wohnraumanzahl bot bei den 2019 erfolgten Fertigstellungen ein dazu ähnliches Bild: Bei dem für das ganze Bundesgebiet (ohne Wiener An-, Auf-, Umbauten) geltenden Durchschnitt von 4,9 Wohnräumen pro Einheit erzielten Oberösterreich (6,4) gefolgt vom Burgenland (6,1) und Niederösterreich (5,8) dem die höchsten Werte. Kärnten (5,0) und Tirol (4,9) lag am Bundesschnitt, mit Ausnahme von Wien unterschritten die restlichen Bundesländer diesen nur geringfügig: Steiermark und Salzburg mit jeweils 4,6, Vorarlberg mit 4,4 Räumen pro Wohnung. Eingeschränkt auf die mit neuen Gebäuden geschaffenen Einheiten weist die Bundeshauptstadt die mit Abstand geringste durchschnittliche Wohnraumanzahl aus (2,7).  
Wohnräume haben eine Mindestnutzfläche von 4m2, wobei entsprechend große Küchen dazu zählen (nicht einbezogen sind diverse Vor- und Nebenräumlichkeiten wie z.B. Abstellräume, Speisekammern, Schrankräume, Balkone).

2019 fertiggestellte Wohnungen, Bauherren und Bauherrinnen

Fast 40% der 2019 fertiggestellten Wohnungen wurden von sonstigen juristischen Rechtspersönlichkeiten erbaut. Privatpersonen errichteten weniger als 37%, über 23% der Einheiten wurde von gemeinnützigen Bauträgern geschaffen. Die 2019er-Fertigstellungen der öffentlichen Hand fielen kaum ins Gewicht.  
Die entsprechenden Verteilungen innerhalb der einzelnen Bundesländer boten ein nicht unbekanntes Bild: Sonstige juristische Bauträger waren insbesondere in Wien (zu knapp 67%), aber auch in Vorarlberg (54%) und in der Steiermark tätig (45%). In den verbleibenden Bundesländern war die Bautätigkeit der sonstigen juristischen Personen unterrepräsentiert, wobei die mit Abstand wenigsten Einheiten dieser Referenzgruppe im Burgenland erbaut wurden (nicht einmal 14% aller Fertigstellungen dieses Bundeslandes). Für die Gruppe der privaten Bauverantwortlichen gab es in den meisten Bundesländern überdurchschnittliche und zum Gutteil deutlich erhöhte Anteile, die von annähernd 54% (im Burgenland) bis zu rund 40% (in Niederösterreich) schwankten. In der Steiermark und in Vorarlberg waren hier unter dem Bundesschnitt liegende Anteile zu verzeichnen (35% bzw. fast 31%). In Wien wurde mit neuen Gebäuden nur etwa jede zwanzigste Wohnung von privaten Bauherren bzw. Bauherrinnen geschaffen. Die Gemeinnützigkeit war 2019 insbesondere im Burgenland (fast jede dritte Wohnung), in Niederösterreich (31%) und in Wien (27%) tätig. In allen anderen Bundesländern zeigten sich bei diesen Bauverantwortlichen unter dem Österreichwert liegende Anteile, wobei jene in Oberösterreich (mit fast 22%), in der Steiermark (fast 21%) und in Tirol (weniger als 19%) ein nicht allzu großes Minus aufwiesen. In Vorarlberg war etwa 15% zu ermitteln, das Schlusslicht bildete Kärnten mit etwas mehr als 9%.

2019 fertiggestellte Wohnungen, Rechtsverhältnis

Die Aussagekraft zum Rechtsverhältnis ist wegen fehlender Angaben gemindert: Für ca. 28% oder fast 22.000 der berichteten Wohnungsmasse ganz Österreichs war bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung keine Information über das Rechtsverhältnis an der Wohnung verfügbar. Speziell in der Bundeshauptstadt kann hier von einem fast vollständigen Ausfall gesprochen werden: Neben den grundsätzlich fehlenden An-, Auf-, Umbautätigkeitsmeldungen waren hier für nur 2% oder etwas mehr als 300 der Wohnungen in neuen Gebäuden Angaben verfügbar. Das ist insofern problematisch, als das Rechtsverhältnis der in der Bundeshauptstadt fertiggestellten Einheiten vermutlich oft anders als in den restlichen Bundesländern geartet ist (deutlich mehr Mietwohnungen). Die hier vorgenommene Darstellung und Beschreibung der Ergebnisse bezieht sich daher auf Österreich ohne Wien: Im Berichtsjahr 2019 war für nicht ganz ein Zehntel oder fast 7.000 Wohnungen dieser Grundgesamtheit keine Auskunft zum Rechtsverhältnis verfügbar. 57% der Einheiten wurden im Eigentumsverhältnis geschaffen (fast 39% zur Selbstnutzung des Gebäudeeigentümers, geringfügig mehr als 18% im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes). Rund 30% der Entitäten waren Mietwohnungen, die verbleibenden nicht ganz 3% der Einheiten hatten ein sonstiges Rechtsverhältnis (z.B. eine unentgeltliche Nutzung durch Familienangehörige oder Verwandte) oder waren Dienst- bzw. Naturalwohnungen.

2019 fertiggestellte neue Gebäude, Zeitvergleich, Gebäudeeigenschaften

2019 wurden österreichweit rund 27.700 neue Gebäude errichtet – ein Ergebnis, das gegenüber dem Vorjahr um nicht ganz 12% bzw. 2.900 Objekte höher lag. Im Vergleich zu 2017 war eine um etwa 17% oder 3.900 höhere Zahl feststellbar.  
77% aller 2019 neu errichteten Gebäude dienten überwiegend den (privaten) Wohnzwecken. Erwartungsgemäß waren die meisten davon neue Ein- und Zweifamilienwohnhäuser (fast 85% aller Wohngebäude). Innerhalb der neuen Nicht-Wohngebäude stellte die mit Abstand größte Gruppe die freistehenden Privatgaragen dar (weniger als 42%). 2019 waren knapp 24% aller neu errichteten Nicht-Wohnobjekte landwirtschaftliche Nutzgebäude. Industrie- bzw. Lagergebäude wiesen mit mehr als 16% den nächsthöheren Wert aus. Gebäude für Kultur und Freizeit bzw. das Bildungs- und das Gesundheitswesen, Bürogebäude, Hotels (Gasthöfe, Pensionen) und Groß- und Einzelhandelsobjekte erzielten Anteile zwischen 4 und 5%. Am wenigsten wurden 2019 gemeinschaftlich genutzte Gebäude, Gebäude des Verkehrs- u. Nachrichtenwesens (zu jeweils 0,7%) sowie Kirchen oder sonstige Sakralbauten (0,4%) fertiggestellt.

2019 fertiggestellte neue Gebäude, überbaute Flächen

Im Jahr 2019 wurden mit neuen Gebäuden insgesamt rund 7,1 Mio. Quadratmeter an Flächen überbaut. Mehr als 6,5 Mio. davon wurden alleine für neue Gebäude, die an bislang unverbauter Fläche errichtet wurden, benötigt.  
51% oder über 3,6 Mio. Quadratmeter der Flächen sämtlicher neuer Gebäude wurden alleine in Nieder- und Oberösterreich (zu annähernd gleich hohen Anteilen bzw. Flächenwerten) verbaut. Fast 14% wurden in der Steiermark benötigt. Zu jeweils nicht ganz 8% war dies in Tirol und der Bundeshauptstadt der Fall. In den verbleibenden Bundesländern betrug dieser Anteil jeweils grob 5%. 
Fast 44% aller insgesamt ausgewiesenen Gebäudegrundflächen wurden für den Ein- und Zweifamilienwohnhausbau gebraucht, etwas mehr als 23% für größere Wohngebäude. Beim eingeschoßigen Wohnbau wurden die mit deutlichem Abstand meisten Flächen in Ober- gefolgt von Niederösterreich (knapp 30% bzw. 26%) und die wenigsten in Wien verbaut (etwas mehr als 2%). 
In Oberrösterreich wurden auch für den Mehrgeschoßwohnbau die meisten Flächen benötigt (22%). In Wien waren hier über 16% aller österreichweit gemeldeten Flächen belegt. Niederösterreich erzielte hier einen Anteil von über 14%, die Steiermark rund 12% und die westlichsten Bundesländer je ein Zehntel. Am unteren Ende dieser Verteilung lag das Burgenland (rund 3%), Kärnten erreichte hier nicht viel mehr (ca. 4%).  
Die überbauten Flächen der 2019 fertiggestellten Nicht-Wohnobjekte machten ein Drittel aller neu geschaffenen Gebäude aus. Den höchsten Anteil wiesen dabei die Industrie- und Lagergebäude (etwas mehr als 12%) gefolgt von den landwirtschaftlichen Nutzgebäuden aus (fast 7%). Der geringste Wert war dabei für Kirchen, sonstige Sakralbeuten ermittelbar (nur geringfügig über 0%).

2019 fertiggestellte neue Gebäude, Baudauer

Die mittlere Baudauer (Median) aller 2019 fertiggestellten neuen Gebäude betrug 2 Jahre. Dies galt in gleichem Ausmaß für Wohn- wie auch Nicht-Wohngebäude. Ein- und Zweifamilienwohnhäuser wurden innerhalb von 1,9, das durchschnittliche mehrgeschoßige Wohnobjekt in 2,4 Jahren errichtet.  
Die innerhalb der Wohngebäude stattgefundene regionale Verteilung zeigte ein Ost-/Westgefälle: Die kürzesten Baudauern waren in Kärnten (1,4 Jahre) gefolgt von Oberösterreich, Vorarlberg (mit jeweils 1,6 Jahren) und Tirol (1,7) festzustellen. Auch in Salzburg wurde der zuvor erwähnte Bundesschnitt unterboten (1,9 Jahre), in der Steiermark wurde er erreicht. In Niederösterreich und im Burgenland wurden die längsten Zeiten benötigt (jeweils 2,9 Jahre). Auch Wien zeigte hier ein überdurchschnittliches Ergebnis (2,5 Jahre; erhöhte Mehrgeschoßwohnbautätigkeit).  
Bezogen auf die Errichtung von Wohngebäuden und unter Außerachtlassen der geringfügigen Bautätigkeit der öffentlichen Hand war festzustellen, dass Privatpersonen grundlegend die geringsten Zeiten benötigten (1,8 Jahre, bei den wenigen größeren Wohnbauten 1,9). Sonstige juristische Rechtspersönlichkeiten errichteten ihre Wohnbauten in durchschnittlich 2,2 Jahren (2 für eingeschoßige, 2,3 Jahre für mehrgeschoßige Objekte). Gemeinnützige Bauvereinigungen stellten Wohngebäude in durchschnittlich 2,8 Jahren fertig, wobei man hier für die Errichtung von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern etwas weniger lang brauchte (2,7 Jahre im Schnitt).

Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2019 gemeldete Wohnungsabgänge

Nach der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober) bis zum 31. Dezember 2019 wurden von den Baubehörden insgesamt knapp 86.500 Wohnungsabgänge gemeldet (sh. Erläuterungen). Nicht enthalten sind allfällige durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge.  
Die meisten der Abbrüche erfolgten in Oberösterreich (zu knapp 22%) gefolgt von Niederösterreich (fast 17%) sowie der Bundeshauptstadt (ca. 16%).14% der Inaktivierungen wurden in der Steiermark vorgenommen, Tiroler Gemeinden meldeten etwa jeden Zehnten Wohnungsabgang, in Salzburg waren es etwas mehr als 9%. Kärnten und Vorarlberg erreichten hier Anteile um je ein Zwanzigstel, das Burgenland weist hier mit rund 2% den geringsten Wert aus.  
Die meisten Abbrüche wurden im aktuellsten Jahr 2019 veranlasst (19% der Gesamtmasse). 2015 gefolgt von 2018 waren jene Berichtszeiträume, die jeweils etwa den zweithöchsten Stand erreichten (annähernd 14 bzw. mehr als 13%). Jeweils fast 12% der Wohnungen wurden in den Jahren 2016 und 2017 abgerissen, in den Jahren 2013 und 2014 waren es jeweils ein Zehntel. Knapp 9% der Abgänge erfolgten 2012, die unmittelbar nach dem Stichtag der Registerzählung 2011 im selben Jahr noch erfassten Inaktivierungen machten nicht ganz 2% aus.  
Aus regionaler Sicht fallen insbesondere die vielen im Jahr 2015 in der Steiermark erfolgten Abgänge auf (fast 34% aller Wohnungsabbrüche Österreichs in diesem Jahr), welche vermutlich in engem Zusammenhang mit Adressbereinigungen anlässlich der vergangenen regionalen Verwaltungseinheiten- bzw. Gemeindezusammenlegungen standen.

Fortgeschriebener Wohnungsbestand

Ausgehend vom endgültigen Wohnungsbestand der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober), unter Zuzählung der entsprechenden auf- bzw. zugeschätzten Fertigstellungsergebnisse (ausgenommen An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien) und mit Abzug aller gemeldeten Wohnungsabgänge (unter Ausschluss allfälliger durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge) waren mit Ende 2019 ein fortgeschriebener Bestand von rund 4.847.000 Wohnungen zu errechnen.  
Die Bundeshauptstadt Wien erreichte dabei den höchsten Anteil von nicht ganz 22%, in Niederösterreich waren es etwas mehr als 19% der Einheiten. Knapp 16% der Wohnungen lagen in Oberösterreich, etwa 14% in der Steiermark. Für Tirol ergab die Fortschreibung anteilig einen fast 9%igen Bestandsanteil. Kärnten gefolgt von Salzburg erreichten hier fast 7 bzw. mehr als 6%. In Vorarlberg waren über 4% zu ermitteln. Am unteren Ende der regionalen Verteilung findet sich das Burgenland mit einem Bestandsanteil von mehr als 3%.

Ergebnisse im Überblick: 2005 bis 2019 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Art der Bautätigkeit
2005 bis 2019 fertiggestellte Wohnungen nach Gebäudeeigenschaften, Art der Bautätigkeit und Bundesländern
2019 fertiggestellte Wohnungen je 1.000 Einwohner
Nutzflächen 2019 fertiggestellter Wohnungen nach Bundesländern
Wohnräume der 2019 fertiggestellten Wohnungen nach Bundesländern
2019 fertiggestellte Wohnungen nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen und Bundesländern
2019 fertiggestellte Wohnungen nach Rechtsverhältnis und Bundesländern ausgenommen Wien
2005 bis 2019 fertiggestellte neue Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Überbaute Flächen 2019 fertiggestellter neuer Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Baudauer 2019 fertiggestellter neuer Gebäude nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen, Art des Wohngebäudes und Bundesländern
Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2019 registrierte Wohnungsabgänge nach dem Zeitraum der Meldung und nach Bundesländern
Fortgeschriebener Wohnungsbestand zum 31.12.2019 nach Bundesländern

2017 bis 2019 fertiggestellte Wohnungen
2005 bis 2019 fertiggestellte Wohnungen
2017 bis 2019 fertiggestellte neue Gebäude
2005 bis 2019 fertiggestellte neue Gebäude


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr