Preise, Preisindex

Der Warenkorb der Land- und Forstwirtschaftlichen Erzeugerpreisstatistik umfasst derzeit 216 Produkte des tierischen, pflanzlichen und forstwirtschaftlichen Sektors. Bei den Preisen handelt es sich um gewogene Bundesländerpreise ohne MwSt., welche zu einem Bundesdurchschnittspreis aggregiert werden. Die Erhebung der Preisdaten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, der Agrarmarkt Austria sowie der Landwirtschaftskammer Österreich.

Die Agrarmärkte konnten im Berichtsjahr 2010 bei sektoral unterschiedlichen Preisbildungen, insgesamt ein wirtschaftlich zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnen.

Die Preise am Schweinesektor entwickelten sich in diesem Jahr rückläufig. Der Preis für Schlachtschweine der Klasse S – P mit € 1,38/kg blieb mit -0,7% knapp unter dem Vorjahresniveau. Lediglich im letzten Quartal des Jahres konnten die Erzeuger etwas höhere Preise als im Vorjahr erzielen. Auch bei den Ferkeln musste mit € 1,96/kg ein Rückgang um -7,5% hingenommen werden. Einzig bei den Zuchtebern mit € 903,02/Stk. (+3,5%) waren steigende Preise festzustellen. Die Preise am Rindersektor entwickelten sich insgesamt positiv, wobei die Entwicklung über die verschiedenen Kategorien uneinheitlich ist. Die Erzeugerpreise lagen für Kühe der Klasse E – P mit € 2,08/kg um 3,0% über dem Vorjahr und für Ochsen der Klasse E – P konnten mit € 3,27/kg um 3,5% mehr erzielt werden. Auch bei den Zuchtrindern konnten bessere Preise als im Vorjahr aufgezeichnet werden. Ein Preisanstieg war bei den Stieren mit € 2.441,04/Stk. (+2,8%) zu verzeichnen. Preisrückgänge waren allerdings bei den Nutzrindermärkten kennzeichnend; so fielen die Preise für Kühe. trächtig mit € 1.021,77/Stk. um 4,3% und für Kälber, weiblich € 2,60/kg um -5,2% geringer aus. Die Erzeugerpreise in der Geflügelwirtschaft stagnierten im Vergleich zum Vorjahr: so blieben die Jahrespreise für Masthühner, bratfertig mit € 201,25/100kg (+0,2%) beinahe unverändert, bei den Truthühnern, lebend mussten Preiseinbußen -2,9% auf € 114,78/100 kg hingenommen werden.. Der Milchpreis lag – ausgehend von einem niedrigen Niveau –mit einem Plus von 9,1% bei € 31,80/100kg deutlich über dem Preis des Vorjahres.

Eine positive Entwicklung konnte auch bei Getreide und Kartoffeln festgestellt werden. So wurde für Mahlweizen ein Preis von € 184,06/t (+103,2%), für Mahlroggen € 186,49/t (+130,5%) und für Qualitätshafer € 146,97/t (+108,5%) bezahlt. Auch bei den Speisekartoffeln kam es zu einer deutlichen Preiserhöhung, wobei für festkochende Sorten € 172,66/t (+75,2%) und für vorwiegend fest und mehlig kochende Sorten € 176,54/t (+81,0% gegenüber dem Vorjahr) erzielt wurden.

Der Gemüsesektor konnte bei den meisten Produkten eine gute Preisentwicklung verzeichnen. Der Preis für Chinakohl stieg um 14,0% auf € 25,47/100 kg und die Pflückbohnen (Fisolen) konnten mit einem Durchschnittspreis von € 117,48 ein Plus von 33,4% erzielen. Auch die Zwiebeln konnten sich mit einem Preis von € 31,15/t (+165,2%) wieder behaupten. Vor allem für Salate konnte ein guter Preis erzielt werden; für Bummerlsalat wurden € 35,35/100 Stk. (+31,0%) und für Häuptelsalat € 28,60/100 Stk. (+40,7%) notiert.

In der österreichischen Obstproduktion nimmt der Apfel die größte Bedeutung ein. Die Erzeugerpreise für Äpfel der Klasse I betrugen im Jahresdurchschnitt € 33,57/100 kg, das entspricht einem Minus von 6,7% gegenüber dem Vorjahr. Gute Preise wurden für Zwetschken, Frischware mit € 94,10/100 kg (+36,8%) und Tafelbirnen der Klasse I mit € 73,60/100 kg (+16,3%) bezahlt.

Die Erzeugerpreise für Sägerundholz (Fichte/Tanne Kl. B Media 2b) zogen mit € 83,69 pro Festmeter um 16,0% an. Bei den Brennholzpreisen (Hartholz) wurde mit € 55,60/RMM ein Plus von 2,5% erzielt.

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Monats- und Jahresmittel nach Bundesländern

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Österreichmittel im Jahresdurchschnitt

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Preisindizes

Die Preisindizes land- und forstwirtschaftlicher ErzeugnisseHTMLPDFXLSX


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