Der Wert des gemeldeten Gütereinsatzes im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) betrug für das Erhebungsjahr 2010 insgesamt 56,6 Mrd. Euro. Gemessen an der wirtschaftlichen Gesamtproduktion der meldenden Betriebe war das ein Materialeinsatz von durchschnittlich 36,2%. Im Vergleich zum gesamten Gütereinsatz waren 24,9% Eisen, Stahl und NE-Metalle sowie 12,5% chemische Erzeugnisse und Kunststoffwaren. Des Weiteren wurden 9,3% an Maschinen, 7,1% an Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie elektrischen Ausrüstungen und je 6,8% an land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie an Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstigen Fahrzeugen im Rahmen des Produktionsprozesses eingesetzt.
In die Statistik über den Gütereinsatz im Produzierenden
Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) wurden im Referenzjahr
2010 insgesamt
Insgesamt wurden auf 44 unterschiedlichen Branchenlisten (abgestimmt auf die jeweilige Aktivität des Betriebs) durchschnittlich 114 eingesetzte Einzelgüter (einschließlich der 36 Energieträgerpositionen) erfragt. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgte einerseits nach dem kumulierten Gütereinsatzwert je Aktivität und andererseits nach innerhalb ihrer ÖCPA-Klassifikation aggregierten Gütern, bezogen auf ihre Verwendung innerhalb einer Aktivität.
Stellt man den im Rahmen der Gütereinsatzerhebung
je Aktivität festgestellten Gütereinsatzwert zu dem aus der Konjunkturstatistik des Referenzjahres
erhobenen Wert der wirtschaftlichen Gesamtproduktion aller in die Konjunkturerhebung
einbezogenen Betriebe sowie dem Wert der wirtschaftlichen Gesamtproduktion der in die Gütereinsatzerhebung
einbezogenen Betriebe in Beziehung, so ist es möglich, den Deckungsgrad
der Ergebnisse der Gütereinsatzstatistik global und in Bezug auf die
Aktivität festzustellen. Für das Erhebungsjahr 2010 kann unter Einbeziehung
von
Bei der Betrachtung der Veränderung des Werts der wirtschaftlichen Gesamtproduktion bei allen Betrieben der Konjunkturerhebung und den in die Gütereinsatzerhebung einbezogenen Betrieben sowie die Veränderung des erhobenen Gütereinsatzwerts im Jahresabstand zeigte sich eine Erhöhung des Wertes der wirtschaftlichen Gesamtproduktion bei allen Betrieben der Konjunkturerhebung des Produzierenden Bereichs im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% auf 189,4 Mrd. Euro und bei den Betrieben, die im Rahmen der Gütereinsatzerhebung ihre Meldung abgaben, um 9,2% auf 156,2 Mrd. Euro. Der Gütereinsatzwert dieser Großbetriebe stieg dabei um 4,1% auf 56,6 Mrd. Euro. Das bedeutete einen Rückgang der Gütereinsatzquote (Anteil der eingesetzten Güter an der wirtschaftlichen Gesamtproduktion) gegenüber dem Vorjahr von 38,1% um 1,9% auf 36,2%. Es muss aber darauf aufmerksam gemacht werden, dass die den Ergebnissen des Erhebungsjahres 2010 gegenübergestellten Daten über das Berichtsjahr 2009 nachträglich revidiert wurden und sich daher von den im Vorjahr publizierten Ergebnissen unterscheiden.
Die Ergebnisse der Gütereinsatzerhebung zeigen des
Weiteren sowohl die Verteilung der
Die mit Abstand meisten Gütermeldungen konnten mit
Die Gegenüberstellung der Werte der eingesetzten Güter nach der Art des Gutes sowohl im Jahresvergleich als auch hinsichtlich ihrer Anteile am Gesamtgütereinsatz nach ÖCPA-Abteilungen (2-Stellern) zeigte folgendes Bild: Mit 14,1 Mrd. Euro waren im Vergleich zum gesamten Gütereinsatz rund ein Viertel (24,9%) der Erzeugnisse aus Eisen, Stahl- und NE-Metallen (ÖCPA-Abteilungen 24 und 25). 7,1 Mrd. Euro bzw. 12,5% wurden an chemischen Erzeugnissen und Kunststoffwaren (ÖCPA-Abteilungen 20 und 22) für die Produktion eingesetzt. Der Anteil an Maschinen (ÖCPA-Abteilung 28) belief sich mit 5,2 Mrd. Euro auf 9,3% und jener an Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie elektrischen Ausrüstungen (ÖCPA-Abteilungen 26 und 27) mit 4,0 Mrd. Euro auf 7,1%. Anteile von mehr als 5% am gesamten Gütereinsatz hatten auch die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (ÖCPA-Abteilungen 01 und 02) sowie die Kraftwagen, Kraftwagenteile und sonstigen Fahrzeuge (ÖCPA-Abteilungen 29 und 30) mit je 3,9 Mrd. Euro bzw. je 6,8% sowie die Nahrungs- und Futtermittel sowie Getränke (ÖCPA-Abteilungen 10 und 11) mit 2,9 Mrd. Euro bzw. 5,2%.
Seit dem Berichtsjahr 2004 werden auch die Werte und Mengen des Energieverbrauchs nach Energieträgern der Betriebe des Produzierenden Bereichs (gegliedert nach Abteilungen der ÖNACE 2008) ausgewiesen. Der Energieverbrauch für den gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) belief sich im Berichtsjahr 2010 auf 5,2 Mrd. Euro. Den mit Abstand höchsten Energieverbrauch wiesen mit 1,2 Mrd. Euro bzw. 1,0 Mrd. Euro die Abteilungen 35 (Energieversorgung) und 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) auf. Es folgten die Abteilungen 17 (Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus) mit 413,3 Mio. Euro, 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen) mit 312,4 Mio. Euro, 23 (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) mit 295,9 Mio. Euro, 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) mit 235,0 Mio. Euro und 16 (Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren - ohne Möbel) mit 209,5 Mrd. Euro.
Zusätzliche Erläuterungen und methodische Beschreibungen zur Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich entnehmen Sie bitte unseren „weiterführenden Informationen“.
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!