Absolutdaten

Mit Stichtag 31.12.2010 wiesen die 11.792 in die Primärerhebung einbezogenen Unternehmen (-2,4% gegenüber dem Vorjahr) des Produzierenden Bereichs (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) 741.360 Beschäftigte (+0,2%) auf. Davon waren 739.162 Personen (+0,2%) als unselbständig Beschäftigte (Angestellte, Arbeiter und -innen, Lehrlinge und Heimarbeiter und -innen) tätig. Für diese musste eine Brutto-Verdienstsumme (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 29,0 Mrd. Euro (-0,3%) aufgewendet werden. Die Unternehmen des Produzierenden Bereichs erzielten im Berichtsjahr 2010 Umsatzerlöse in der Höhe von 210,7 Mrd. Euro; davon entfielen mit 114,1 Mrd. Euro mehr als die Hälfte (54,2%) auf die Inlandsumsätze. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Umsätze um 8,2%. Die Exportintensität, definiert als das Verhältnis des Auslandsumsatzes zum Gesamtumsatz, lag im Jahr 2010 bei 45,8% und war damit leicht höher als im Vorjahr (42,7%).

Die kumulierten Jahresergebnisse (sowohl für die Primärerhebung als auch für die Grundgesamtheit des gesamten Produzierenden Bereichs) für die letzten drei (bzw. zwei) Jahre gleitend sowie die aktuellsten Schnellberichte finden Sie unter "Tabelle(n)". Seit dem Berichtsmonat Jänner 2010 erfolgt hier auch eine Darstellung der aktuellen Unternehmens- und Betriebsergebnisse über die statistische Grundgesamtheit des Produzierenden Bereichs, welche mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung (MDE) berechnet werden. Grundlegende Informationen stehen Ihnen unter "Methodenberichte und Analysen" zur Verfügung. Die aktuellsten Firmennachrichten finden Sie unter "Weitere Informationen". Ältere Schnellberichte und Firmennachrichten finden Sie im "Archiv von Konjunkturdaten". Des Weiteren dürfen wir darauf hinweisen, dass seit dem Berichtsmonat Jänner 2010 in den Firmennachrichten neben der Veröffentlichung der primärstatischen Daten auf Aktivitätsebene auch eine Darstellung der Ergebnisse über die statistische Grundgesamtheit des Produzierenden Bereichs erfolgt.

Die 6.401 Unternehmen des Sachgüterbereichs (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) – das entsprach einem Anteil von 54,3% an den Unternehmen des gesamten Produzierenden Bereichs – beschäftigten im gegenständlichen Berichtsjahr 563.314 (76,2%) unselbständig Beschäftigte; deren Brutto-Verdienste beliefen sich auf 22,4 Mrd. Euro (anteilig 77,2%). Mit 181,9 Mrd. Euro erzielten diese Einheiten rund sieben Achtel (86,4%) des im gesamten Produzierenden Bereich erwirtschafteten Umsatzes.

Die 5.391 Unternehmen des Abschnitts "Bau" (Abschnitt F der ÖNACE 2008), das entsprach einem Anteil von 45,7%, erwirtschafteten mit 175.848 bzw. 23,8% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz von 28,7 Mrd. Euro (13,6%). Die drei großen und beherrschenden Gruppen des Baus, ÖNACE-Gruppen 41.2 (Bau von Gebäuden), 43.2 (Bauinstallation) und 43.3 (Sonstiger Ausbau), konnten mit insgesamt 116.976 unselbständig Beschäftigten, das waren rund zwei Drittel (66,5%) aller im Bau Tätigen, Umsatzerlöse in der Höhe von 17,2 Mrd. Euro erzielen. Dies entsprach einem Anteil von 60,0% aller im Bau erzielten Umsatzerlöse.

Die umsatzstärkste Branche im Produzierenden Bereich war mit 32,5 Mrd. Euro die ÖNACE-Abteilung 35 (Energieversorgung), gefolgt von den Abteilungen 28 (Maschinenbau) mit 15,8 Mrd. Euro, 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) mit 14,0 Mrd. Euro, 43 (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe) mit 13,5 Mrd. Euro, 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) mit 12,7 Mrd. Euro, 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen) mit 11,8 Mrd. Euro, 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen) mit 11,7 Mrd. Euro und 27 (Herstellung von elektrischen Ausrüstungen) mit 10,8 Mrd. Euro. Somit konnten diesen acht Wirtschaftsbereichen fast drei Fünftel (122,7 Mrd. Euro bzw. 58,2%) der Umsatzerlöse des gesamten Produzierenden Bereichs zugerechnet werden.

Von den umsatzstärksten Branchen wurden in der Regel auch die meisten unselbständig Beschäftigten gemeldet. So beschäftigte die Abteilung 43 (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe) mit 97.667 die mit Abstand meisten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Somit war im Berichtsjahr 2010 mehr als jeder achte unselbständig Beschäftigte (13,2%) in dieser Wirtschaftsbranche tätig. Es folgten die Abteilungen 28 (Maschinenbau, 65.581), 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen, 60.183) und 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, 53.439).

Die Branchen mit den größten Umsatzzuwächsen waren die Abteilungen 33 (Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen) und 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) mit 31,4% bzw. 30,8%. Es folgten die Abteilungen 09 (Erbringung von Dienstleitungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden) mit 28,8%, 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen) mit 26,9%, 38 (Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen; Rückgewinnung) mit 25,8% und 19 (Kokerei und Mineralölverarbeitung) mit 21,8%. Überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten erzielten darüber hinaus die Abteilungen 21 (Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, +15,6%), 15 (Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen, +13,4%), 16 (Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren - ohne Möbel, +12,8%), 17 (Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus, +12,6%), 13 (Herstellung von Textilien, +12,1%), 18 (Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern, +10,8%), 26 (Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, +8,7%) und 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen, +8,3%). Zweistellige Umsatzeinbußen gab es in den Abteilungen 30 (Sonstiger Fahrzeugbau) mit 21,6% und 42 (Tiefbau) mit 10,6% zu beobachten. Umsatzrückgänge wiesen auch die Abteilungen 37 (Abwasserentsorgung, -5,5%), 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen, -4,5%), 22 und 32 (Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren bzw. Herstellung von sonstigen Waren, je -0,8%).

Das Unternehmen stellt im Rahmen des EU-harmonisierten Konzeptes die zentrale Erhebungseinheit dar und wird insbesondere zur Darstellung von Umsatz- und Beschäftigtendaten herangezogen. Für bestimmte andere Merkmale (wie z.B. Produktionsoutput, Arbeitsvolumen) sowie zum Zwecke einer regionalisierten Betrachtung wird zudem auch der Betrieb aus Beobachtungseinheit herangezogen. Die im Jahr 1996 eingeführte monatliche Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich bildet einerseits die Basis zur Erfüllung der EU-Verordnung über Konjunkturstatistiken, andererseits wird dadurch die nationale Güterproduktion im Sinne der EU-Verordnung zur Einführung einer Gemeinschaftserhebung über die Produktion von Gütern ermittelt. Somit stellt sie eine der zentralen Informationsquellen für die Beurteilung der konjunkturellen Entwicklung Österreichs und des gesamten Europäischen Wirtschafts- und Währungsraumes dar.

Zusätzliche Erläuterungen und methodische Beschreibungen zur Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich entnehmen Sie bitte unseren Weiterführenden Informationen.

  • Tabelle(n)
  • Weitere Informationen
  • Pressemitteilungen
  • Publikationen
  • Allgemeine Auskünfte
Ergebnisse im Überblick: Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2008 - 2010 (Primärerhebung)HTMLPDFXLSX
Ergebnisse im Überblick: Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2008 - 2010 (Grundgesamtheit)HTMLPDFXLSX
Ergebnisse der Unternehmen: Oktober 2011 (Grundgesamtheit)PDFXLSX
Ergebnisse der Betriebe: Oktober 2011 (Grundgesamtheit)PDFXLSX
Schnellbericht Oktober 2011 - Unternehmensdaten (SB 2.16)XLSX
Schnellbericht Oktober 2011 - Betriebsdaten exkl. Bauwesen (SB 2.17)XLSX
Schnellbericht Oktober 2011 - Bauwesen (SB 2.18)XLSX
Ergebnisse der Unternehmen: September 2011 (Grundgesamtheit)PDFXLSX
Ergebnisse der Betriebe: September 2011 (Grundgesamtheit)PDFXLSX
Schnellbericht September 2011 - Unternehmensdaten (SB 2.16)XLSX
Schnellbericht September 2011 - Betriebsdaten exkl. Bauwesen (SB 2.17)XLSX
Schnellbericht September 2011 - Bauwesen (SB 2.18)XLSX


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1)71128-7070 
FAX: +43 (1) 715 68 28 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 16.00 Uhr