Zum Thema Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass die Lebenserwartung der Frauen im Jahr 2009 um 5,4 Jahre über jener der Männer lag. In Zahlen ausgedrückt betrug die Lebenserwartung der Frauen 82,9 Jahre und jene der Männer 77,4 Jahre.
Stark aufgeholt haben Frauen sowohl hinsichtlich des Ausbildungsniveaus als auch der Erwerbsbeteiligung. Innerhalb der letzten zehn Jahre kam es zu einer Erhöhung der Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Frauen von Frauen von 61,8% (2000) auf 69,3% (2010). Die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit ist jedoch in erster Linie auf einen Anstieg der Teilzeitarbeit zurückzuführen. 44,3% der unselbständig erwerbstätigen Frauen gingen 2010 einer Teilzeitbeschäftigung nach. In führenden Tätigkeiten sind Frauen (4%) im Vergleich zu Männern (9%) nach wie vor unterrepräsentiert.
Frauen verdienen auch immer noch deutlich weniger als Männer. Gemäß dem Eurostat beträgt das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle gemessen an den Bruttostundenverdiensten in der Privatwirtschaft 25,4% (2009). Die damit verbundenen Einkommensnachteile sowie die unterschiedlichen Beschäftigungschancen von Frauen und Männern schlagen sich letztlich in einem höheren Armutsrisiko nieder. Ein-Eltern-Haushalte – dies sind fast ausschließlich Frauen mit ihren Kindern – haben etwa mit 30% eine der höchsten Armutsgefährdungsquoten überhaupt.
Neben den aktuellen Daten auf unserer Website finden Sie ausführliche statistische Analysen zur Entwicklung der Situation von Frauen in Österreich im „Frauenbericht 2010“. Daten zu ausgewählten Indikatoren für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind auf der Website von Eurostat unter „Gender equality indikators“ abrufbar.