Tourismus-Satellitenkonto - Wertschöpfung

Tourismus-Satellitenkonto für Österreich

Im Jahr 2010 beliefen sich die direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus auf 16,04 Mrd. Euro, was einem Anteil an der Gesamtwertschöpfung (BIP) von 5,6% entsprach.

Im Jahr 2010 entfielen - von den Gesamtausgaben für Urlaubs- und Geschäftsreisen sowie Verwandten- und Bekanntenbesuche in der Größenordnung von 29,48 Mrd. Euro - 51,9% auf ausländische Besucherinnen und Besucher, 47,7% auf inländische Reisende; die Ausgaben in Wochenendhäusern bzw. Zweitwohnungen machten 0,4% aus. Das Jahr 2011 dürfte bei den touristischen Gesamtausgaben in Österreich einen Anstieg um 3,7% auf 30,59 Mrd. Euro mit sich gebracht haben, wobei die Ausgaben der ausländischen Besucher mit +4,0% anstiegen und die Gäste aus dem Inland um 3,5% mehr als im Jahr 2010 ausgaben.

Die Ermittlung der direkten Wertschöpfungseffekte der Tourismusindustrie laut TSA ergab für das Jahr 2010 ein Volumen in der Größenordnung von 16,04 Mrd. Euro (inkl. Dienst- und Geschäftsreisen), was einem Anteil von 5,6% am BIP entspricht.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus bzw. dessen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung ist eine wichtige Kennziffer für die Wirtschaftspolitik. Zur Ermittlung dieser zentralen Kennziffer sind die TSA-Ergebnisse mit Berücksichtigung aller durch den Tourismus ausgelösten direkten und indirekten Effekte, aber unter Ausschluss der Dienst- bzw. Geschäftsreisen, darzustellen. Bei der Anwendung aktueller Input-Output-Multiplikatoren auf die korrigierten TSA-Ergebnisse zur Schätzung der indirekten Effekte ergaben sich für das Jahr 2010 direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte von 21,50 Mrd. Euro. Damit belief sich der direkte und indirekte Beitrag des Tourismus zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung (BIP) auf 7,5%. 2011 dürfte diese Kenngröße mit 7,4% leicht darunter liegen, für 2012 ist mit einem weiteren Rückgang auf 7,3% zu rechnen.

Im Hinblick auf die Ermittlung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft muss der nicht-touristische Freizeitkonsum der Inländerinnen und Inländer am Wohnort noch zusätzlich berücksichtigt werden; laut aktuellen Berechnungen belief sich dieser im Jahr 2010 auf 26,81 Mrd. Euro. Nach Anwendung der Input-Output-Multiplikatoren ergaben sich dadurch direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte von 20,94 Mrd. Euro. Der Beitrag des Freizeitkonsums zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung betrug damit 7,3%. Im Jahr 2011 dürfte der BIP-Beitrag des Freizeitkonsums der Inländer auf 7,2% zurückgegangen sein, 2012 bleibt der Anteil in etwa konstant.

Bei einer Gesamtbetrachtung der inlandswirksamen Aufwendungen für den nicht-touristischen Freizeitkonsum am Wohnort und den touristischen Konsum wird die beachtliche Dimension der gesamten Tourismus- und Freizeitwirtschaft deutlich:

  • Die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte beliefen sich 2010 auf 42,44 Mrd. Euro (+3,7% gegenüber dem Vorjahr).
  • Somit ist der Beitrag der gesamten Tourismus- und Freizeitwirtschaft zum BIP 2010 mit 14,8% (-0,06 Prozentpunkte gegenüber 2009) beinahe gleich geblieben.
  • 2011 fiel das geschätzte Gewicht des Sektors an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung etwas geringer aus (-0,23 Prozentpunkte gegenüber 2010), im Jahr 2012 wird dieser Wert vermutlich nur relativ geringfügig sinken.

Regionale Tourismus-Satellitenkonten

In Anbetracht der regionalen bzw. lokalen Bedeutung des Tourismus werden für Wien, Oberösterreich und Niederösterreich im Auftrag der jeweiligen Landestourismusorganisation regionale Tourismus-Satellitenkonten (RTSA) erstellt.

RTSA Wien 2008

Laut dem von Statistik Austria und Österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung entwickelten regionalen Tourismus-Satellitenkonto für Wien erreichten die Gesamtausgaben für Urlaubs- und Geschäftsreisen, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Aufenthalte in Wochenendhäusern und Zweitwohnungen im Jahr 2008 3,67 Mrd. Euro (+1,9%). Davon entfielen 44,9% auf ausländische und 54,6% auf inländische Besucher sowie 0,4% auf die Aufwendungen der Inländer im Zuge des Aufenthaltes am Zweitwohnsitz. Die direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus beliefen sich auf 1,24 Mrd. Euro (+3,8%), das entsprach rein rechnerisch einem Anteil am Wiener Bruttoregionalprodukt von 1,6%. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der indirekten Effekte trug die Tourismuswirtschaft in Wien 2008 auf Basis der Input-Output-Tabelle 2005 mit 3,55 Mrd. Euro 4,7% zur regionalen Gesamtwirtschaft bei.

Ergebnisse Tourismus-Satellitenkonten Wien (PDF, 1,11MB)

RTSA Oberösterreich 2009

Ergebnisse Tourismus-Satellitenkonten Oberösterreich

RTSA Niederösterreich 2009

Laut dem von Statistik Austria und Österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) entwickelten regionalen Tourismus-Satellitenkonto für Niederösterreich erreichten die Gesamtausgaben für Urlaubs- und Geschäftsreisen, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Aufenthalte am Zweitwohnsitz im Jahr 2009 ein Volumen von 2,68 Mrd. Euro (-5,0%%). Davon entfielen 68,0% auf inländische Besucherinnen und Besucher, 30,6% auf ausländische Reisende und 1,4% auf die Ausgaben im Zuge von Aufenthalten am Zweitwohnsitz.

    
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Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Österreich 2000 bis 2011HTMLPDFXLSX
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der direkten Effekte des Tourismus in Österreich 2000 bis 2011HTMLPDFXLSX
Ausgaben aus- und inländischer Besucherinnen und Besucher in Österreich 2000 bis 2011HTMLPDFXLSX


Ausgaben aus- und inländischer Besucherinnen und Besucher in Österreich 2000 bis 2011

Tourismusausgaben nach Produktgruppen 2010


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