Gebarungen der öffentlichen Rechtsträger

Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände) 2018

Die Budgetvolumina der Gebietskörperschaften beliefen sich 2018 auf 208,9 Mrd. Euro. Der Bund hatte mit 64,2 % den größten Anteil, gefolgt von den Ländern ohne Wien mit 17,1 %, den Gemeinden ohne Wien mit 10,7 %, Wien mit 6,7 % und den Gemeindeverbänden mit 1,3 %.

Bund 2018

Mit 1.104 Mio. Euro wies der Bund 2018 einen um 5.768 Mio. Euro niedrigeren Abgang der Allgemeinen Gebarungen des Finanzierungshaushaltes aus als im Vorjahr. Die Aufwendungen für das Personal betrugen mit 9.527 Mio. Euro rd. 13,1 % der gesamten Allgemeinen Gebarung. Die Einzahlungen und Auszahlungen der Allgemeinen Gebarung des Finanzierungshaushaltes sind um 4,2 % gestiegen bzw. um 3,3 % gesunken; die Einzahlungen und Auszahlungen des Geldflusses aus der Finanzierungstätigkeit sanken um 20,7 % bzw. 14,0 %.

Bundesländer ohne Wien 2018

Im Berichtsjahr 2015 hat die Steiermark gemäß dem StLHG (Steiermärkisches Landeshaushaltsgesetz 2014) ein neues Haushaltsrecht eingeführt, im Berichtsjahr 2018 hat Salzburg mit dem ALHG 2018 (Allgemeines Landeshaushaltsgesetz 2018) ein neues Haushaltsrecht eingeführt. Die Verbuchungen für diese beiden Bundesländer erfolgten bereits nach der neuen VRV 2015 (BGBl. II Nr. 313/2015). Auf Grund dieser Tatsache ist ein Vergleich mit anderen Bundesländern nur eingeschränkt möglich. Im Berichtsjahr 2018 veränderten sich die Budgetvolumina der Länder ohne Wien um 3,6 % (2017: -0,1 %); absolut gerechnet ergibt das einen Anstieg um 1.250 Mio. Euro. Hauptverantwortlich für diesen sind Oberösterreich mit 8,3 % bzw. 498 Mio. Euro, Niederösterreich mit 5,8 % bzw. 535 Mio. Euro und die Steiermark mit 6,6 % bzw. 409 Mio. Euro. Dem gegenüber steht ein Rückgang bei Kärnten um 10,2 % bzw. 330 Mio. Euro. Im Jahr 2018 ist der Schuldenstand der Länder um 2,4 % gestiegen – absolut gerechnet bedeutet das ein Plus von 337 Mio. EUR. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von durchschnittlich 4.571 Euro sind die Kärntner (-3,1 % im Vergleich zum Vorjahr) um rd. 27 % mehr belastet als die Steiermark, die mit 3.593 Euro den zweithöchsten Pro-Kopf-Wert aufweisen; die Bevölkerung Vorarlbergs ist mit durchschnittlich 251 Euro am geringsten belastet.

Wien 2018

Die Ausgaben und Einnahmen von Wien betrugen im Erhebungsjahr 13.996 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang um 4,7 %. Davon wurden 2.860 Mio. Euro für Personal aufgewendet – das sind 20,4 % des Gesamtbudgets. Der Schuldenstand zum 31.12.2018 betrug 6.700 Mio. Euro, was einem Anstieg um 4,5 % entspricht (2017: +6,8 %; 2016: +10,7 %; 2015: +10,8%) – absolut gerechnet eine Steigerung um 289 Mio. Euro.

Gemeinden (ohne Wien) 2019

Das Maastrichtergebnis (laut VRV 1997) der Gemeinden ohne Wien hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert (+282 Mio. EUR); was im Erhebungsjahr 2019 zu einem negativen Saldo in der Höhe von -153 Mio. EUR führte (2018: -435 Mio. EUR). Mit Ausnahme der Niederösterreichischen, Steirischen, Tiroler und Vorarlberger Gemeinden, erzielten die Gemeinden der übrigen Bundesländer ein positives Ergebnis.

30,2 % der Gesamtausgaben (23.441 Mio. EUR) wurden für Personalaufwand und Investitionen (7.090 Mio. EUR) ausgegeben; für den Schuldendienst wurden 1.636 Mio. EUR aufgewendet (7 %). Die Investitionsausgaben der Gemeinden stiegen im Berichtsjahr auf 2.964 Mio. EUR, was einer Steigerung von 8 % bzw. einem Plus von 219 Mio. EUR entspricht (2018: +11,3 % bzw. +279 Mio. EUR; 2017: +12,9 % bzw. +281 Mio. EUR).

46,4% der Gesamteinnahmen in der Höhe von 23.497 Mio. EUR wurden von den Gemeindeabgaben (3.868Mio. EUR) und Ertragsanteilen (7.044 Mio. EUR) abgedeckt. Die ausschließlichen Gemeindeabgaben der Gemeinden ohne Wien stiegen bundesweit um 4,5 % (+166 Mio. EUR). Ausschlaggebend dafür waren die Erträge die die Gemeinden im Berichtsjahr aus der Kommunalsteuer (+5,3 % bzw. + 130 Mio. EUR) und aus den Interessentenbeiträgen (+4,4 % bzw. +14 Mio. EUR) erzielen konnten. Die Ertragsanteile an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben lagen um 5,6 % über dem Vorjahreswert (2017/2018: +4,6 %).

Seit 2011 ist ein kontinuierlicher Rückgang bei den Finanzschulden der Gemeinden zu beobachten, der sich, wie bereits im Vorjahr, auch im Berichtsjahr nicht fortsetzt. Von 2018 auf 2019 stieg der Schuldenstand der Gemeinden auf 11.897 Mio. EUR (+2,5 % bzw. +292 Mio. EUR). Die durchschnittliche Pro-Kopf Verschuldung im Jahr 2019 ergab somit 1.717 Euro, wobei die höchsten Pro-Kopf Werte auf die niederösterreichische Bevölkerung (2.122 Euro) entfielen, gefolgt von Vorarlberg mit der zweithöchsten (2.095 Euro) und Steiermark mit der dritthöchsten Pro-Kopf Verschuldung (2.075 Euro).

Informationen zu Veröffentlichungen ab dem Finanzjahr 2020

Mit der Präsentation der Ergebnisse der Gebietskörperschaften für das Finanzjahr 2019 endet die Veröffentlichung in dieser Form.

Aufgrund der Haushaltsrechtsreformen der Gebietskörperschaften ist eine geänderte Darstellung der Ergebnistabellen erforderlich. Die Reformen stellen einen Systemwechsel in der Buchführung dar, der eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahren nicht mehr ermöglicht. 

An einer Neukonzeption der Ergebnisdarstellung, angepasst an die Haushaltsrechtsreformen, wird gearbeitet.

STATCube – Statistische Datenbanken

Die angebotenen Datenbanken können aus diesem Grund nicht mehr weitergeführt werden, sie bleiben aber mit dem Zusatz „abgeschlossene Zeitreihe“ weiterhin verfügbar.

Es werden neue Datenbanken, angepasst an die neue Haushaltsrechtsreform für Länder und Gemeinden (VRV 2015), Anfang Oktober 2021 veröffentlicht werden.

Die aktuellen Konzepte zur Veröffentlichung in STATcube ab dem Finanzjahr 2021 sind hier verfügbar:

Gebietskörperschaften

Gebietskörperschaften insgesamt: Gesamteinnahmen nach Rechtsträgern 2015 - 2018
Gebietskörperschaften insgesamt: Gesamtausgaben nach Rechtsträgern 2015 - 2018

Gemeinden, Gemeindeverbände

Gemeinden (ohne Wien): Haushaltsgebarung nach Voranschlagsgruppen 2018, 2019
Gemeinden (ohne Wien): Ausgewählte Kenngrößen der Gebarung nach Bundesländern 2018, 2019
Gemeinden (ohne Wien): Abgaben und Schuldenstand Pro Kopf 2018, 2019
Gemeindeverbände: Ausgewählte Kenngrößen der Gebarung nach Verbandstypen 2018, 2019
Gemeindeverbände: Ausgewählte Kenngrößen der Gebarung nach Bundesländern 2018, 2019


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Gebarungsübersichten 2018

Erscheinungsdatum: 12/2019

 
 

30,00

 
 

(PDF, 2 MB)

 
 

Gebarungsübersichten 2017

Erscheinungsdatum: 12/2018

 
 

32,00

 
 

(PDF, 2 MB)

 
 

Gebarungsübersichten 2016

Erscheinungsdatum: 12/2017

 
 

32,00

 
 

(PDF, 1 MB)




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