Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen

Hinweis: Im Anschluss an den Text stehen neben Monats- und Quartalsergebnissen auch Jahresergebnisse sowie eine Zeitreihe der UVA-Statistik und Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten als Tabellen in den Formaten PDF und XLSX zur Verfügung. Klickt man im Reiter „Tabellen“ rechts unten auf „ganze Liste anzeigen“, erhält man den besten Überblick über das Angebot.

Umsatzsteuerpflichtig sind die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Inland gegen Entgelt durchführt, der Eigenverbrauch und die Einfuhr von Gegenständen. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist grundsätzlich das Entgelt, bestimmte Umsätze unterliegen jedoch nicht der Umsatzsteuer, wobei zwischen echt und unecht befreiten Umsätzen – bei Letzteren darf keine Vorsteuer abgezogen werden - zu unterscheiden ist. Die wichtigsten Steuersätze betragen 20% und 10%, seit 2016 gibt es einen weiteren ermäßigten Steuersatz in der Höhe von 13%. Ab 1. Juli 2020 gibt es einen Steuersatz in Höhe von 5% für Gastronomie-Umsätze, der zunächst bis 31.12.2020 befristet war, in Folge allerdings bis 31.12.2021 verlängert wurde. Alle anderen Sätze haben nur marginale Bedeutung.

Der Zweck der Umsatzsteuervoranmeldung besteht in der laufenden Entrichtung der Umsatzsteuer, indem jeweils für den sogenannten Voranmeldungszeitraum – ein Monat oder ein Quartal – die Umsatzsteuer für die in diesem Zeitraum angefallenen Umsätze abzüglich der Vorsteuer berechnet und im Fall einer Zahllast an die Finanzverwaltung abgeführt wird. Dabei handelt es sich um Umsatzsteuer-Vorauszahlungen; die endgültige Umsatzsteuer für ein Kalenderjahr wird dann auf Basis der Umsatzsteuererklärung für dieses Jahr durch die Umsatzsteuerveranlagung und den daraus resultierenden Umsatzsteuerbescheid festgelegt.

Eine Umsatzsteuervoranmeldung, d.h. eine Darstellung der Umsätze und der darauf entfallenden Umsatzsteuer, muss nur dann bei der Finanzverwaltung eingereicht werden, wenn bestimmte Bedingungen – im Wesentlichen ein Vorjahresumsatz ab 35.000 Euro (ab 1.1.2020; Grenzwert 2011 bis Ende 2019: 30.000 Euro; Grenzwert bis Ende 2010: 100.000 Euro) – erfüllt sind (nähere Informationen dazu: siehe Reiter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes).

Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen basiert auf den Daten der bei der Finanzverwaltung eingereichten Umsatzsteuervoranmeldungen; eine Beschreibung der Vorgangsweise findet sich unter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes. Weil Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz unter 100.000 Euro bis Ende des Jahres 2010 keine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen mussten, deckte diese Statistik bis dahin zwar nur knapp zwei Drittel der Unternehmen, aber rund 95% des Umsatzes ab; durch die Senkung des Grenzwertes für die Verpflichtung zur Einreichung der Umsatzsteuervoranmeldung auf 30.000 Euro ab 2011 wird die Abdeckung noch besser (2017: 77,9% der Unternehmen, 96,9% des Umsatzes). Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen liefert daher eine gute Schätzung der Gesamt-Umsätze. Dabei sind Branchen mit einem hohen Anteil an umsatzstarken Unternehmen besser repräsentiert als jene mit einem hohen Anteil an umsatzschwachen Unternehmen.

Da die Umsatzsteuerstatistik wegen der späten Verfügbarkeit hinreichend vollzähliger Daten erst rund 2,5 Jahre nach Ende des Berichtsjahres vorliegt, besteht der Wert der Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen darin, dass sie sehr aktuelle und nicht nur jährliche, sondern auch Quartalswerte liefert.

Zur Unterstützung der Gastronomie, der Hotellerie, der Kulturbranche sowie des Publikationsbereichs wurde ab 1.Juli 2020 ein befristeter ermäßigter Steuersatz iHv 5 Prozent eingeführt.

4. Quartal 2021 (endgültiges Ergebnis)

Der steuerbare Umsatz laut endgültigem Ergebnis für das 4. Quartal 2021 betrug 233,6 Mrd. Euro und damit um 17,5% mehr als das endgültige Ergebnis des gleichen Vorjahresquartals und um 10,2% mehr als im 3. Quartal 2021. Gegenüber dem Vorjahr war auch die Zahl der meldenden Unternehmen mit 539.035 um 4,2% höher, gegenüber dem Vorquartal um 1,4%.

Für den Anstieg des steuerbaren Umsatzes um 17,5% gegenüber dem Vorjahr waren drei Faktoren ausschlaggebend: die Reverse-Charge-Umsätze stiegen um 63,2% auf 16,2 Mrd. Euro, was an verstärkter Geschäftstätigkeit am Energiemarkt lag, die steuerfreien Umsätze um 17,5% auf 71,2 Mrd. Euro und die steuerpflichtigen Umsätze um 13,9% auf 146,2 Mrd. Euro.

Im Oktober wurde ein steuerbarer Umsatz von 71,9 Mrd. Euro erzielt, im November 75,8 Mrd. Euro und im Dezember 82,8 Mrd. Euro. Die Quartalsmelder wiesen 3,1 Mrd. Euro Umsatz aus.

Sehr hohe Umsatzzuwächse konnten Beherbergung und Gastronomie (+89,1% auf 4,3 Mrd. Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+70,8% auf 4,2 Mrd. Euro) sowie Energieversorgung (+60,2% auf 10,6 Mrd. Euro) verzeichnen. Die umsatzstärksten Wirtschaftsbereiche Handel (+15,1% auf 71,2 Mrd. Euro) und Herstellung von Waren (+15,5% auf 50,9 Mrd. Euro) lagen nur leicht unter dem durchschnittlichen Gesamtanstieg.

Der Rückgang bei der Zahl der meldenden Unternehmen, die unter „Ausland“ zu klassifizieren waren, um 21,6% auf 12.708 betraf hauptsächlich umsatzschwächere Unternehmen, da ihr steuerbarer Umsatz immerhin um 11,9% auf 10,4 Mrd. Euro angestiegen ist.

Jahr 2021 (endgültiges Ergebnis)

Das endgültige Ergebnis für 2021 (siehe Reiter „Tabellen“, Überschrift „Jahresergebnisse“) ergab einen steuerbaren Umsatz von 830,3 Mrd. Euro. Dieser lag um 13,9% über dem des Vorjahres, dem ersten Corona-Jahr, und um 7,8% über dem von 2019. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der meldenden Unternehmen um 4,4% auf 585.331.

Der steuerfreie Umsatz stieg mit +16,5% (auf 256,3 Mrd. Euro) stärker als der steuerpflichtige (+11,3 auf 527,7 Mrd. Euro). Obwohl die positiven Summanden, d.s. Bruttoumsatzsteuer (+17,3 auf 121,5 Mrd. Euro) und Erwerbsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb (+22,0% auf 25,2 Mrd. Euro), weniger stark stiegen als die abziehbare Vorsteuer (+22,8% auf 122,0 Mrd. Euro), stieg durch den noch stärkeren Zuwachs der Einfuhrumsatzsteuer (+33,8 Mrd. Euro auf 5,6 Mrd. Euro), die ebenfalls zu addieren ist, auch das daraus resultierende Umsatzsteueraufkommen (+4,3% auf 30,3 Mrd. Euro).

Wirtschaftsbereiche

Die Analyse nach Branchen zeigte für den umsatzstärksten Bereich „Handel“ beim Vergleich mit dem Ergebnis für das Jahr 2020 einen Umsatzzuwachs um 14,4% auf 266,1 Mrd. Euro. Auch bei der Herstellung von Waren lag die Veränderungsrate auf einem vergleichbaren Niveau, mit +16,4% wurde ein Jahresumsatz von 190,8 Mrd. Euro erzielt.

Als einziger Bereich wies die „Beherbergung und Gastronomie“ 2021 einen Umsatzrückgang aus (-2,5% auf 15,3 Mrd. Euro), während die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+36,1% auf 12,3 Mrd. Euro) bzw. die Energieversorgung (+25,4% auf 30,7 Mrd. Euro) die höchsten relativen Umsatzzuwächse erwirtschafteten.

Umsatzstufen

63,1% des gesamten Quartalsumsatzes wurden von nur 0,5% aller Unternehmen (mit 30 Mio. Euro und mehr steuerbarem Umsatz) erwirtschaftet, 91,3% des Umsatzes von 10,3% der Unternehmen (mit einem steuerbaren Umsatz von mindestens 1 Mio. Euro). Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt in allen Umsatzstufen positive Veränderungsraten sowohl bei der Zahl der meldenden Unternehmen als auch bei den Umsätzen, wobei die Zuwächse in den höheren Umsatzstufen auch höher waren – die höchsten fielen mit +17,6% an Unternehmen und +18,7% an Umsätzen in die oberste Stufe mit einem Unternehmensumsatz von 100 Mio. Euro und mehr.

Rechtsformen

Betrachtet man die Haupterhebungsmerkmale der Umsatzsteuervoranmeldungsstatistik gegliedert nach Rechtsformen, ergibt sich auch für 2021 das übliche Bild: Gesellschaften mit beschränkter Haftung wiesen 55,5% des Gesamtumsatzes aus, Personengesellschaften/-gemeinschaften und Aktiengesellschaften zwischen 10% und 12% (wobei nur 0,1% der meldenden Unternehmen Aktiengesellschaften waren). Dass diese drei Rechtsformen mit einem Anteil von 44% aller Veranlagungsfälle über drei Viertel des Umsatzes erbrachten, lag daran, dass die größte Gruppe – die 292.410 natürlichen Personen – mit 50,0% der Steuerpflichtigen lediglich 6,1% des Umsatzes ausmachte.

Regionalgliederung mit Berücksichtigung ausländischer Umsatzsteuerfälle

Steuerbare Umsätze sind gemäß § 1 UStG „Umsätze aus Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Inland gegen Entgelt ausführt“. Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse der Statistiken der Umsatzsteuer und der Umsatzsteuervoranmeldungen bis ins Jahr 2010 regional nur nach Bundesländern gegliedert publiziert. Möchte man allerdings darstellen, dass auch ausländische Unternehmen (ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt bzw. ohne Sitz oder Betriebsstätte im Inland) inländische steuerbare Umsätze tätigen können, muss die regionale Gliederung um die Ausprägung „Ausland“ erweitert werden. Beginnend mit der Aufarbeitung des 4. Quartals 2020 (bzw. ab der Statistik der Umsatzsteuer 2018) wurden Informationen aus dem Unternehmensregister auch für die Bestimmung des Unternehmenssitzes verstärkt verwendet, sodass die Anzahl der ausländischen Unternehmen etwas höher geworden ist.

Die Bundeshauptstadt Wien erwirtschaftete 32,3% des österreichischen Gesamtumsatzes, danach folgten Oberösterreich (17,0%) und Niederösterreich (13,2%). Die regionale Verteilung wird aber etwas „verzerrt“ dargestellt, da die regionale Zuordnung der Steuerpflichtigen zum Sitz der Geschäftsleitung erfolgt und Unternehmen, die über verschiedene Standorte – ein Beispiel sind die Filialen von Einzelhandelsketten – verfügen, daher nur einem Standort zugeordnet werden können.

Der durchschnittliche steuerbare Umsatz je Unternehmen lag bei den ausländischen Unternehmen bei rund 1,7 Mio. Euro. Hinter Wien mit 2,0 Mio. Euro folgten Oberösterreich (1,8 Mio. Euro) und Salzburg, das mit 1,4 Mio. Euro den Österreich-Durchschnitt erreichte. Vorarlberg rangierte mit 1,3 Mio. Euro auf Platz 4, danach folgten Niederösterreich (1,2 Mio. Euro), die Steiermark und Kärnten (je 1,0 Mio. Euro) deutlich vor den beiden Schlusslichtern, die von Tirol (870.000 Euro) und dem Burgenland gebildet wurden, wo der steuerbare Umsatz je Unternehmen mit 802.000 Euro am geringsten war.

Auch bei der Anzahl der meldenden Unternehmen stand Wien mit 133.837 (das sind 22,9%) an erster Stelle, dahinter folgten Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Im Burgenland reichten nur 15.495 Unternehmen (das sind 2,6% aller Meldenden) eine Umsatzsteuervoranmeldung ein, aus dem Ausland erfolgten 22.809 Voranmeldungen (3,9%).

Besonders hoch waren die Anteile der ausländischen Unternehmen bei der Einfuhrumsatzsteuer (17,5% der Gesamtsumme) und bei der Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb (6,9%). Der Anteil an den Reverse Charge-Umsätzen, der in Wien mit 39,4% am höchsten war, betrug bei den ausländischen Unternehmen 4,2%. Während ihr Anteil am steuerbaren Umsatz 4,7% (d.s. 39,0 Mrd. Euro) betrug, trugen die ausländischen Unternehmen 3,3% von der Bruttoumsatzsteuer und nur 2,5% der Zahllast, d.s. 645 Mio. Euro.

Vorläufige Monatsergebnisse

Auswirkungen von COVID-19

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und der Bedeutung, die diese Daten haben, zieht Statistik Austria seit April 2020 die üblichen Veröffentlichungstermine der UVA vor und macht die Ergebnisse der Öffentlichkeit früher als geplant zugänglich.

Für einen ersten Überblick über die Auswirkungen des COVID-19-Shutdowns auf die steuerbaren Umsätze der Unternehmen war es notwendig, die Umsatzsteuervoranmeldungen nach einzelnen Monaten und Quartalsmeldungen getrennt zu tabellieren (siehe unten: Reiter „Tabellen“). Da die Ergebnisse einen Monat früher als üblich publiziert werden, bedeutet das, dass die von der Finanzverwaltung übernommenen Daten direkt nach der Übernahme jeweils am 20. eines Monats und damit direkt im Anschluss an den Fälligkeitstag für die Voranmeldungen (d.i. der 15. des zweitfolgenden Kalendermonats) aufbereitet werden mussten. Eine Analyse der Vorjahresergebnisse (für die auch die Umsatzsteuervoranmeldungen miteinbezogen wurden, die erst einen Monat verspätet eingereicht wurden), zeigte, dass rund 97% der Voranmeldungen des jeweiligen Quartals bereits bis zum Fälligkeitstag eingereicht wurden und mit diesen 99% des steuerbaren Umsatzes abgedeckt waren, d.h., dass der fällige Säumniszuschlag in Höhe von 2% der Abgabe Wirksamkeit zeigt.

Bei der Bewertung der vorliegenden Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass für Säumniszuschläge, die aufgrund der Betroffenheit des Steuerpflichtigen von der COVID-19-Krise verhängt werden, die Möglichkeit besteht, einen Antrag auf Herabsetzung bzw. auf Nichtfestsetzung zu stellen. Dadurch kann es zu Abweichungen bei späteren Revisionen kommen.

Seit Mitte November 2020 stehen auch die einzelnen UVA-Monate des Jahres 2019 als Excel-Ergebnisse zur Verfügung – siehe Reiter „Tabellen“.

Februar 2022

Das vorläufige Ergebnis des steuerbaren Umsatzes in der Höhe von 66,2 Mrd. Euro war um 19,0% höher als das im Februar 2021, der Vormonat Jänner 2022 wurde um 8,3% übertroffen. Während die Anzahl der meldenden Unternehmen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 2,7% stieg, ging sie gegenüber Jänner 2022 – wobei immer mit den vorläufigen Ergebnissen verglichen wird – sogar um 0,8% zurück.

Der stärkste Zuwachs im Jahresvergleich war in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ zu verzeichnen, wo der steuerbare Umsatz von 391 Mio. Euro auf 1,8 Mrd. Euro anstieg, was daran lag, dass der Lockdown im Februar 2021 diese Branche am härtesten traf. Hohe Veränderungsraten gab es außerdem in der Energieversorgung (+76,1% auf 3,6 Mrd. Euro) und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+71,7% auf 1,2 Mrd. Euro). 

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Februar 2021 11,4%, sodass ein Umsatz von 20,7 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Im Bereich „Herstellung von Waren“ war der relative Umsatzanstieg mit 15,8% etwas höher und ergab einen Umsatz von 16,0 Mrd. Euro.

Jänner 2022

Mit einem steuerbaren Umsatz von 61,1 Mrd. Euro (vorläufiges Ergebnis) wurde im Jänner 2022 das vorläufige Monatsergebnis vom Jänner 2021 um 26,6% übertroffen, während die Anzahl der meldenden Unternehmen im gleichen Zeitraum nur um 4,7% auf 320.525 anstieg.

Vergleicht man die vorläufigen Ergebnisse der einzelnen Branchen mit denen für den Jänner des Vorjahres, stellt man fest, dass sich der Gesamtanstieg höchst unterschiedlich verteilt: in der Beherbergung und Gastronomie konnte ein Plus von 302,4% (auf 1,6 Mrd. Euro) erwirtschaftet werden, da am Beginn des Jahres 2021 in Österreich nach wie vor Corona-bedingter Lockdown herrschte. Starke Zuwächse konnten bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+81,1% auf 1,5 Mrd. Euro), bei der Energieversorgung (+71,6% auf 3,6 Mrd. Euro) und bei den Sonstigen Dienstleistungen (+63,2% auf 302 Mio. Euro) verzeichnet werden, während es in der Öffentlichen Verwaltung (-4,1% auf 2,0 Mrd. Euro) sogar einen Umsatzrückgang gab.

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Jänner 2021 27,6%, sodass ein Umsatz von 19,8 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Die Herstellung von Waren verbuchte einen Anstieg um 20,6% (auf 14,6 Mrd. Euro).

 

Grafik Monatsvergleich UVA 2020 / 21

Grafik 2  

Grafik Monatsvergleich UVA 2019 / 20

Grafik 3

Dezember 2021

Der steuerbare Umsatz von 80,3 Mrd. Euro (vorläufiges Ergebnis) übertraf den Vormonat, in dem das bisher höchste Ergebnis erzielt wurde, noch einmal um 8,7%, auch die Zahl der meldenden Unternehmen wuchs um 3,2% auf 322.940.

Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres (endgültiges Ergebnis) stieg der Umsatz um 17,7%, obwohl die Anzahl der meldenden Unternehmen um 1,7% unter der des Vorjahres lag. Der stärkste Anstieg war dabei in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ mit +140,6% (auf 1,2 Mrd. Euro) zu verzeichnen, was daran lag, dass der Lockdown im Dezember 2020 durchgehend und im Berichtsmonat nur knapp zwei Wochen lang war. Hohe Veränderungsraten gab es außerdem bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+90,3% auf 1,7 Mrd. Euro) und bei der Energieversorgung (+80,4% auf 4,4 Mrd. Euro, getrieben durch stark gestiegene Energiepreise und verstärkte Energiehandelstätigkeiten). 

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Dezember 2020 10,8%, sodass ein Umsatz von 22,5 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Im Bereich „Herstellung von Waren“ war der relative Umsatzanstieg beinahe doppelt so hoch (+21,1%) und ergab einen Umsatz von 16,5 Mrd. Euro.

November 2021

Der steuerbare Umsatz in der Höhe von 73,9 Mrd. Euro als vorläufiges Ergebnis übertrifft den bisher höchsten Monatswert aus dem Juli dieses Jahres, in dem 72,0 Mrd. Euro als endgültiges Ergebnis erwirtschaftet werden konnten.

Im Vergleich zum November des Vorjahres (endgültiges Ergebnis) stieg der Umsatz um 17,0%, obwohl die Anzahl der meldenden Unternehmen um 4,8% unter der des Vorjahres lag. Der stärkste Anstieg war dabei in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ mit +116,7% (auf 1,0 Mrd. Euro) zu verzeichnen, was daran lag, dass der Lockdown im November 2020 länger war als jener im Berichtsmonat. Hohe Veränderungsraten gab es außerdem bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+68,5% auf 1,2 Mrd. Euro) und in der Energieversorgung (+56,4% auf 3,2 Mrd. Euro, getrieben durch stark gestiegene Energiepreise und verstärkte Energiehandelstätigkeiten). 

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber November 2020 15,6%, sodass ein Umsatz von 23,2 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Im Bereich „Herstellung von Waren“ war der relative Umsatzanstieg exakt gleich hoch und ergab einen Umsatz von 17,4 Mrd. Euro.

Auch im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis des Vormonats sank die Anzahl der Unternehmen um 2,1% auf 312.775, was am Lockdown in der zweiten Novemberhälfte liegen dürfte. 

Oktober 2021

Auch im Oktober wurde als vorläufiges Ergebnis ein steuerbarer Umsatz von 70,7 Mrd. Euro erwirtschaftet und damit der gleiche (Rekord-)Monatswert wie im Juli und im September 2021. Die Zahl der meldenden Unternehmen ging gegenüber dem Vormonat um 800 auf 319.326 zurück.

Vergleicht man die vorläufigen Ergebnisse der einzelnen Branchen mit den endgültigen für den Oktober des Vorjahres, stellt man fest, dass sich der Gesamtanstieg des steuerbaren Umsatzes um +8,9% höchst unterschiedlich verteilt: in der Beherbergung und Gastronomie betrug der Anstieg +40,3% (auf 1,7 Mrd. Euro). Sehr starke Zuwächse konnten auch die Energieversorgung (+34,2% auf 2,8 Mrd. Euro), die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+28,9% auf 1,0 Mrd. Euro) und der Bereich „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (+27,0% auf 862 Mio. Euro) verzeichnen, nur geringe die Freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+0,1% auf 2,5 Mrd. Euro), der Bau (+2,1% auf 5,4 Mrd. Euro) und die Sonstigen Dienstleistungen (+2,2% auf 292 Mio. Euro).

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Oktober 2020 7,2%, sodass ein Umsatz von 22,7 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Die Herstellung von Waren verbuchte einen Anstieg um 6,7% (auf 16,3 Mrd. Euro).

September 2021

Die UVA-Meldungen, die bis 15. November für September 2021 eingelangt sind, ergaben für 320.130 Unternehmen einen steuerbaren Umsatz von 70,7 Mrd. Euro. Die Anzahl der Unternehmen ging gegenüber dem endgültigen Ergebnis vom September des Vorjahres zwar um 2,0% zurück, der Umsatz hingegen stieg um 10,7%. Nach dem Rückgang im August (auf 63,9 Mrd. Euro, siehe Grafik und Absatz unten) wurde damit der gleiche Umsatz erwirtschaftet wie im Rekordmonat Juli.

Die größten relativen Umsatzanstiege waren in den Branchen „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (+21,5% auf 937 Mio. Euro), „Energieversorgung“ (+21,2% auf 2,5 Mrd. Euro) und „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (+18,2% auf 2,0 Mrd. Euro) zu verzeichnen, am wenigsten wuchs der Umsatz bei den Sonstigen Dienstleistungen (+0,3% auf 297 Mio. Euro).

Der Handel wies ein Umsatzplus von 9% (auf 22,8 Mrd. Euro) aus, die Herstellung von Waren meldete eines von 11% (auf 17,2 Mrd. Euro).

August 2021

Das vorläufige Ergebnis für den Monat August 2021 unter Einbeziehung aller UVA-Meldungen bis 15. Oktober ergab für 311.713 Unternehmen einen steuerbaren Umsatz von 63,9 Mrd. Euro. Während die Anzahl an Unternehmen gegenüber dem endgültigen Ergebnis vom August des Vorjahres um 4,9% zurückging, gab es eine Umsatzzunahme um 13,4%, die erneut zeigt, dass sich die Wirtschaft im Sommer 2021 von den Folgen der COVID-19-Lockdowns  schneller erholt hat als im Jahr zuvor.

Der Vergleich mit dem vorläufigen Ergebnis für Juli 2021 erbrachte einen leichten Rückgang (-1,3%) bei den meldenden Unternehmen und einen deutlichen Rückgang (-9,6%) beim steuerbaren Umsatz, der jedoch typisch für diesen Monatsvergleich ist – siehe die beiden Grafiken unten.

Im Jahresvergleich wiesen nur zwei Branchen Umsatzrückgänge aus: der steuerbare Umsatz im Bereich „Erziehung und Unterricht“ ging um 19,5% auf 115 Mio. Euro zurück, im Grundstücks- und Wohnungswesen um 4,1% (auf 2,2 Mrd. Euro). Die größten Zunahmen verzeichneten die Bereiche „Wasserversorgung; Abwasser-/Abfallentsorgung“ mit +24,2% (auf 469 Mio. Euro), „Energieversorgung“ mit +22,1% (auf 2,3 Mrd. Euro) und die „Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit +21,8% (auf 1,9 Mrd. Euro). Gleich dahinter folgte die Herstellung von Waren mit +21,2% (auf 14,5 Mrd. Euro), während der umsatzstärkste Bereich, der Handel, ein Plus von 11,9% und damit einen Umsatz von 20,5 Mrd. Euro verzeichnen konnte.

Hinweis: Nähere Informationen über die Umsatzsteuervoranmeldung, die Aufbereitung der Daten und die Erhebungsmerkmale sind über den Reiter "Weitere Informationen" (siehe unten) verfügbar.

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Jänner 2022
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Februar 2022

Monate 2021 (vorläufig, nicht revidiert)

Zeitreihe der UVA-Statistik 2005-2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Jänner 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Februar 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik März 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik April 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Mai 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Juni 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Juli 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik August 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik September 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Oktober 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik November 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Dezember 2021

Monate 2020

Hauptergebnisse der UVA-Statistik alle Monate 2020

Monate 2019

Hauptergebnisse der UVA-Statistik alle Monate 2019

Vorquartale

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen

Jahresergebnisse

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2010
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2009
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2008
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2007

Weitere Tabellen

Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten, 2005 - 2017


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