Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen (ab 2015)

Im Jahr 2019 entstanden 18.161 neue Arbeitgeberunternehmen mit 61.995 Beschäftigten (davon 46.721 Unselbständige). Die Neugründungsrate lag bei 7,6%.

Es wurden durchschnittlich 3,4 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) geschaffen. Die meisten Arbeitsplätze pro Arbeitgebergründung entstanden 2019 in den Wirtschaftsbereichen „Bergbau“ (5,0), „Beherbergung und Gastronomie“ (4,7), „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (4,2) und in den Branchen „Verkehr“ (4,0) und „Bau“ (3,6).

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, wiesen 2019 folgende Branchen die höchsten Neugründungsraten auf: „Kunst, Unterhaltung und Erholung" (11,0%), gefolgt von den Bereichen "Verkehr" (10,4%) sowie „Sonst. wirtschaftl. Dienstleistungen“ (10,3%) und „Information und Kommunikation“ sowie „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (je 10,1%). Am niedrigsten waren die Neugründungsraten in den Bereichen „Bergbau" (2,5%), „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (3,2%), „Herstellung von Waren“ (4,3%) und „Energieversorgung“ (5,4%). In absoluten Zahlen gesehen waren die meisten neuen Arbeitgeberunternehmen in den Bereichen "Handel" (3.185), "Beherbergung und Gastronomie" (2.836) sowie "Freiberufliche/technische Dienstleistungen" (2.410) zu verzeichnen.

Die Ergebnisse nach Rechtsform zeigen, dass knapp zwei Drittel (57,9%) der neuen Arbeitgeberunternehmen im Jahr 2019 als Einzelunternehmen gegründet wurden. 28,8% der Arbeitgeberunternehmen entstanden in Form einer Kapitalgesellschaft und 13,2% als Personengesellschaften oder andere Rechtsformen. Die meisten Arbeitsplätze pro neuem Arbeitgeberunternehmen wurden durch Personengesellschaften und andere Rechtsformen (4,1) geschaffen.

Nach Beschäftigtengrößenklassen betrachtet wurde die überwiegende Mehrheit (86,1%) der Arbeitgeberunternehmen mit 1-4 unselbstständig Beschäftigten gegründet. 10,4% der Arbeitgebergründungen entfielen auf die Beschäftigtengrößenklasse 5-9 unselbständig Beschäftigte und nur 3,4% auf jene mit 10 und mehr unselbständig Beschäftigten.

Die Ergebnisse nach Bundesländern zeigen, dass die Neugründungsrate am höchsten in Wien (9,6%) war, unterdurchschnittliche Neugründungsraten hatten Niederösterreich (7,4%), Kärnten (7,3%), Burgenland (7,1%), Salzburg und Oberösterreich (je 7,0%), Tirol und Steiermark (je 6,8%) sowie Vorarlberg (6,6%). NUTS3-Regionen mit hohen Neugründungsraten waren z.B. Wien (9,6%), Wiener Umland/Nordteil (8,8%) und Wiener Umland/Südteil (8,1%), Außerfern (8,0%) sowie Klagenfurt-Villach und Linz-Wels (je 7,8%).

Die Auswertung nach Geschlecht (nur bei Einzelunternehmen) ergab, dass sich rund zwei Drittel (67,4%) der neu gegründeten Arbeitgeber-Einzelunternehmen im Jahr 2019 in männlicher Eigentümerhand befanden. Die Gründungrate bei von Frauen gegründeten Arbeitgeberunternehmen lag jedoch mit 9,0% höher als diejenige der von Männern gegründeten Einzelfirmen (8,0%).

Entwicklung der Arbeitgebergründungen im Zeitverlauf (2007 bis 2019)

Die absoluten Neugründungszahlen für Arbeitgeberunternehmen im Analysezeitraum 2007 bis 2019 unterliegen keinen großen Schwankungen; das Niveau der Arbeitgebergründungen sinkt in dieser Zeitspanne um 14,9%. Die meisten Arbeitgebergründungen fanden 2011 (23.196) statt. Vergleicht man die Entwicklung in diesem zwölfjährigen Beobachtungszeitraum nach Wirtschaftsbereichen, können die größten Zuwächse an Neugründungen in folgenden Branchen beobachtet werden: „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (+65,2%), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+15,1%) und „Sonst. wirtschaftl. Dienstleistungen“ (+2,2%). In den Branchen „Bergbau“ (-50,0%), „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (-42,8%) und „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (-39,7%) waren die stärksten Rückgänge an Arbeitgebergründungen zu verzeichnen.

Hinweis zur Methodik

Die Schließungszahlen der jeweils letzten beiden Berichtsjahre (hier: 2018 und 2019) sowie die Neugründungs-, Bestands- und Überlebenszahlen des aktuellsten Berichtsjahres (hier: 2019) werden bedingt durch die relativ späte zeitliche Verfügbarkeit der zugrundeliegenden Verwaltungsdatenquellen und den damit verbundenen Verzögerungen als vorläufig ausgewiesen.

Seit 2015 gelangt eine überarbeitete, verbesserte Methode zur Erstellung der Unternehmensdemografie-Statistik zur Anwendung. Wesentliche Änderung war die nunmehrige Möglichkeit der Miterfassung kleiner und kleinster Unternehmen durch den Wegfall der Umsatzgrenze. Die Daten wurden bis einschließlich 2007 mit der neuen Methode rückgerechnet. Für die Schließungen war die Rückrechnung der neuen Methode für die Jahre 2007 bis 2009 im Nachhinein nur eingeschränkt möglich, wodurch es im Jahr 2010 zu einem Zeitreihenbruch kommt.

Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach Wirtschaftsbereichen
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach Rechtsformen (gruppiert)
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach Beschäftigtengrößenklassen
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach Bundesländern
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach Geschlecht (bei Einzelunternehmen)
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2007-2019 nach NUTS3

Anteile der Neugründungen nach Rechtsformgruppen 2007 bis 2019
Anteile der Neugründungen nach Beschäftigtengrößenklasse 2007 bis 2019
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2019 nach Rechtsformen (gruppiert)
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2019 nach Beschäftigtengrößenklassen
Arbeitgeberneugründungen 2012 bis 2019 nach NUTS3
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2019 nach Bundesländern


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