Zum Stichtag der letzten Volkszählung (15. Mai 2001) wurden in Österreich 2,05 Millionen Gebäude und rund 3,86 Mill. Wohnungen erfasst. Gegenüber der Zählung 1991 mit 1,81 Mill. Gebäuden war dies eine Zunahme von 13%, die Wohnungen beliefen sich 1991 auf 3,39 Mill. und hatten demnach um 14% zugenommen. Da die Ergebnisse aber nicht nur für das gesamte Bundesgebiet ermittelt werden, sondern auch für Gemeinden und noch kleinere Gebiete, bilden die Zählungsergebnisse die Grundlage für zahlreiche Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung, für wirtschaftliche Entscheidungen und für die Aufgaben der Wissenschaft.
Drei Viertel aller Gebäude Österreichs sind Ein- und Zweifamilienhäuser, jedes 10. Gebäude ist ein Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen, 14 % entfallen auf Nichtwohngebäude. Im Unterschied dazu liegen nur 47 % aller Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern, 21% der Wohnungen in kleineren Geschoßwohnbauten mit 3 bis 10 Wohnungen, 29% in solchen ab 11 Wohnungen. 3% der Wohnungen befinden sich in Gebäuden, die überwiegend anderen Zwecken dienen.
Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern gehören fast ausschließlich privaten Personen, Wohnungen in Geschoßwohnbauten immerhin auch zu 54%, über 16% den Gebietskörperschaften, 21% Gemeinnützigen Bauvereinigungen und 9% Sonstigen juristischen Personen (vor allem Privatunternehmen).
Auf Gebäudeebene sind die Eigentümergruppen ziemlich ähnlich verteilt, nur bei zwei Gebäudearten finden sich ganz andere Eigentumsverhältnisse: bei Wohngebäuden von Gemeinschaften (z.B. Seniorenheim, Studentenheim) gehören 27% Gebietskörperschaften und 48% Sonstigen juristischen Personen, Nichtwohngebäuden wie z.B. Büro-, Industrie- und Kulturgebäude auch zu fast 24% dieser letzten Eigentümergruppe.